25.05.2012 | Top-Thema Umweltschutz im Büro

Das papiersparende oder papierlose Büro

Kapitel
Jedes Papier landet irgendwann im Papierkorb
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Vom papierlosen Büro sind wir noch weit entfernt. Ob Werbebriefe, Rechnungen oder E-Mails – fast alles wird gedruckt. Das verbraucht Unmengen von Papier, Toner und Strom. Doch es geht auch anders.

800.00 Tonnen Papierabfall jährlich

Um Büroprodukte herzustellen werden Bäume gefällt, Ressourcen eingesetzt und die Umwelt durch den Transport belastet. Und am Ende landen die meisten Produkte auf dem Müll und belasten die Umwelt noch einmal. Papier macht zum Beispiel 90 % des Büroabfalls aus, so der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.). Das bedeutet jährlich 800.000 Tonnen Papier. Hinzukommen 55 Mio. Tonerpatronen und 8 Mio. Tonerkartuschen.

Das spart Papier:

  • E-Mails möglichst nicht ausdrucken.
  • Auch die Papierrückseite bedrucken.
  • Probedrucke im Sparmodus bzw. mit geringer Druckauflösung drucken.
  • Papiermüll vom anderen Abfall trennen, damit es recycelt werden kann.
  • Rechnungen online verschicken.
  • Beim Kopieren den Verkleinerungsmodus oder das beidseitige Format nutzen.
  • Faxe per Computer empfangen.

Doppelter Einsatz: Schmierpapier

Fehldrucke oder Textentwürfe landen meist im Altpapier. Besser für die Umwelt ist es, diese Blätter in einer separaten Ablage zu sammeln und als Schmierpapier zu verwenden.

Wer einen Drucker mit zwei Papierfächern hat, kann in das eine Fach das neue Papier und in das andere das bereits einseitig bedruckte legen. Nach kurzer Zeit haben sich alle daran gewöhnt, mit dem Druckauftrag das entsprechende Papierfach anzuwählen.

Unser Tipp: Sparsame Schrift verwenden

Je nach Schriftart lassen sich Tinte oder Toner sparen. Eine Untersuchung des niederländischen Unternehmens Printer.com 2010 ergab, dass Century Gothic rund 30 % weniger Toner verbraucht als Arial; auch Times New Roman ist eine sparsame Schrift. Viel Druckerschwärze brauchen dagegen Trebuchet, Tahoma und Franklin Gothic Medium.

Es geht auch ganz ohne Papier

Die meisten Daten lassen sich auf elektronischem Wege genau so gut verwalten wie auf Papier. Das spart Platz und Ressourcen. Allerdings birgt die Technik Risiken: Um elektronische Daten zu vernichten reicht manchmal schon ein falscher Klick, ein Computerdefekt oder eine Virusattacke.

Unser Tipp: Datenschutz und -sicherheit beim papierlosen Büro

  • Sichern Sie Daten immer mehrfach.
  • Führen Sie regelmäßig ein Backup auf eine externe Festplatte oder einen Server durch.
  • Verschlüsseln Sie Daten, die nur von bestimmten Personen eingesehen werden dürfen.

Schlagworte zum Thema:  Papier, Bildschirmarbeitsplatz, Umweltschutz, Umweltmanagement, CSR, Büro

Aktuell

Meistgelesen