Gesund arbeiten im Hochbau: Mit "KlimaResist“ gegen Hitze und Extremwetter
Der Gebäudesektor ist für etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und 30 Prozent der Kohlenstoffdioxidemissionen in Deutschland verantwortlich. Energetische Modernisierung und klimagerechtes Bauen sind daher unerlässlich – und setzen leistungsfähige, gesunde Beschäftigte in den Bau- und Ausbaugewerken voraus. Paradoxerweise sind genau diese Beschäftigten durch ihren hohen Anteil an Außenarbeiten den Folgen des Klimawandels in besonderem Maße ausgesetzt. Wissenschaftlich fundierte und praxistaugliche Schutzkonzepte sind deshalb notwendig. Ein 2025 angelaufenes Forschungsprojekt will für diese Problematik bis 2028 neue Lösungen finden.
Das Projekt "KlimaResist"
Das Projekt "KlimaResist“ entwickelt und erprobt ein Interventionskonzept, das digitale Tools zur Arbeitsplanung und betriebliche Organisationsentwicklung zusammenführt, um klimawandelbedingte Gesundheitsrisiken im Hochbau systematisch zu reduzieren. Es wird vom BMAS gefördert und von ILAG – Institut Leistung Arbeit Gesundheit, Plön, Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung, Bochum (BIT), der IKK Classic und dem Institute for Technologies and Management of Digital Transformation (TMDT) der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit Unternehmen der Bau- und Ausbaugewerke des Hochbaus sowie Sozialpartnern durchgeführt.
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Bausteine des Projekts "KlimaResist"
In direkter Zusammenarbeit mit Betrieben und Sozialpartnern werden im Projektzeitraum individuelle Belastungen und Anforderungen im Arbeitsalltag identifiziert. Parallel werden spezielle Apps und andere digitale Tools entwickelt, die eine belastungsoptimierte Arbeitsorganisation ermöglichen. Weiterhin sollen Schulungen von Führungskräften und Beschäftigten für arbeitsbezogene Risiken des Klimawandels und den sicheren Umgang mit Extremwetter durchgeführt werden. Vor allem aber sollen Verfahren entwickelt werden, um die Beschäftigten vor Hitzschlag, Dehydrierung und leistungszehrendem Hitzestress besser als bislang präventiv zu schützen.
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