Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / a) Betriebsvermögen
 

Rn 1572

Stand: EL 88 – ET: 08/2010

Zu den Gewinneinkunftsarten des § 2 Abs 2 Nr 1 EStG gehört der Gewinn aus der Erzielung von Einkünften aus KapVerm dann, wenn das KapVerm Bestandteil des notwendigen o gewillkürten BV bzw des Sonder-BV ist. Das ist zB der Fall bei Dividenden auf Aktien, die zum BV gehören. Ebenso gehören Gewinnanteile, die ein gewerblicher Unternehmer dafür erhält, dass er sich als typischer stiller Gesellschafter am Handelsgewerbe eines anderen beteiligt hat, zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb. Erhält ein Angehöriger eines freien Berufes Verzugszinsen, so sind diese als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit einzuordnen. Da die Darlehensforderung eines StB gegen seinen Mandanten notwendiges BV ist, wenn das Darlehen gewährt wurde, um eine Honorarforderung zu retten (BFH BStBl II 1980, 571), sind die hierauf entfallenden Zinszahlungen Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Nicht z notwendigen BV u damit zu den Einkünften aus KapVerm gehört hingegen die Beteiligung eines StB an einer der Steuerberatung wesensfremden GmbH (BFH BStBl II 1981, 564). Zur Zuordnung von Erträgen aus Lebensversicherungsverträgen zum BV o PV s OFD D'dorf v 07.05.2003, DStR 2003, 1299.

Beteiligung iSv § 17 EStG: Sofern der StPfl innerhalb der letzten 5 Jahre am Kapital einer KapGes unmittelbar o mittelbar zu mindestens 1 % beteiligt war, gehört der Gewinn aus der Veräußerung der Anteile an der KapGes zu den gewerblichen Einkünften gem § 17 EStG. Der Veräußerungsgewinn ist nicht den Einkünften aus KapVerm nach § 20 Abs 2 S 1 Nr 1 EStG zuzuordnen. Die Regelungen des § 17 EStG u das neue Teileinkünfteverfahren (StPfl für 60 % der Einkünfte) sind anzuwenden.

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