Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / 3. Barausgleich/Differenzausgleich
 

Rn 1055

Stand: EL 88 – ET: 08/2010

Optionsgeber u Optionsnehmer können bei jedem Optionsgeschäft einen sog Barausgleich ("cash-settlement") vereinbaren, unabhängig davon, ob der Basiswert lieferbar ist o nicht. Wird anstelle der Lieferung o Abnahme des Basiswertes der Barausgleich vereinbart, ist der Stillhalter verpflichtet, dem Optionsnehmer die Differenz zwischen dem festgelegten Basispreis u dem Tageskurs des Basiswertes zu zahlen, wenn der Optionsnehmer sein Optionsrecht ausübt.

Erfolgt an Stelle der Lieferung ein Barausgleich durch den Stillhalter, ist dieser einkommensteuerrechtlich unbeachtlich (BMF BStBl I 2010, 94 Rz 26, 34, 44). Den Abzug des Barausgleichs von der vereinnahmten Stillhalterprämie hält das BMF nicht für zulässig mit der Begründung, dass dem Gesetzeswortlaut nichts Entsprechendes zu entnehmen ist. Der Vermögensverlust, den der Stillhalter dadurch erleidet, dass er aufgrund des Optionsgeschäfts einen Barausgleich zu leisten hat, sei ein einkommensteuerrechtlich unbeachtlicher Vermögensschaden.

Die v Stillhalter zu leistenden Ausgleichszahlungen bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen entsprechen der Entrichtung eines Differenzausgleiches u sind einkommensteuerrechtlich unbeachtlich (BMF BStBl I 2010, 94, Rz 44).

 

Rn 1056–1199

Stand: EL 88 – ET: 08/2010

vorläufig frei

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