Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / Schrifttum:

Schulze zur Wiesche, DB 1988, 1466;

Ley, Die bilanzielle Behandlung des KSt- u KapSt-Anrechnungsanspruchs bei beteiligten PersGes, KÖSDI 1992, 9123;

Groh, Übergang von Gesellschaftsvermögen auf die Gesellschafter mittels Steueranrechnung, BB 1996, 631;

Jorde, Dividendenerträge in Rechnungslegung u Gesellschaftsvertrag von PersGes, DB 1996, 233;

Ley, Buchführungspraxis: Umsetzung der Änderung bei der Erfassung von KSt- u KapSt-Anrechnungsansprüchen bei PersGes, DStR 1996, 817;

Wichmann, Fragen im Zusammenhang mit der Sonderergebnisermittlung und Verfassungsrecht, DStR 2012, 2513.

Verwaltungsanweisungen:

BMF v 23.11.2001, IV A 6 – S 2241–9/01 in Aufhebung von BMF v 10.02.1998, DB 1998, 905 (Refinanzierungszinsen einer an einer PersGes beteiligten Bank).

 

Rn. 91

Stand: EL 129 – ET: 08/2018

Die Einkünfte des Gesellschafters einer PersGes iSv § 15 Abs 1 S 1 Nr 2 S 1 EStG umfassen, in teleologischer Auslegung über den Wortlaut hinausgehend, nicht nur den Gewinnanteil u die Sondervergütungen (dazu s Rn 83ff), sondern auch "alle Einnahmen u BA, die ihre Veranlassung in der Beteiligung des StPfl an der unternehmerisch tätigen PersGes haben" BFH v 22.06.2006, BStBl II 2006, 838 (auch s BFH v 09.11.1988, BStBl II 1989, 343). Zu den Sonder-BA gehören die mit den Sondervergütungen zusammenhängende BA (zB AfA), die der Gesellschafter persönlich zu eigenen Lasten trägt, bzw zu den Sonder-BE gehören auch Vergütungen Dritter u der PersGes zustehende BE, die der Gesellschafter zu Unrecht zu eigenen Gunsten erhält (s BFH v 22.06.2006, aaO).

Die mitunternehmerischen Einkünfte der Gesellschafter von PersGes sind somit in § 15 Abs 1 S 1 Nr 2 EStG hinsichtlich der Sonder-BE und Sonder-BA nicht abschließend umschrieben (glA Wacker in Schmidt, § 15 EStG Rz 640, 35. Aufl). Für die Annahme von Sonder-BE oder -BA genügt allerdings nicht bereits ein (bloßer) Veranlassungszusammenhang zwischen den Aufwendungen u dem Betrieb der PersGes, es ist vielmehr ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang nach § 4 Abs 4 EStG erforderlich: BMF v 23.11.2001, IV A 6 –S 2241–9/01 in Aufhebung von BMF v 10.02.1998, IV B 2 – S 2241–8/98, DB 1998, 905 (betr Refinanzierungszinsen einer an einer PersGes beteiligten Bank, die dieser Darlehen gewährt). Das gilt auch für nur beschränkt stpfl Gesellschafter: BFH v 20.06.2000, BFH/NV 2001, 28.

Da auch die Überlassung von Dritten gemieteten o gepachteten Grundbesitzes unter § 15 Abs 1 S 1 Nr 2 EStG fällt (s Rn 74), gehören auch die von der PersGes hierfür vom Gesellschafter vereinnahmten Mietzinsen dazu. Die vom Gesellschafter an den Dritten gezahlte Miete ist Sonder-BA, vgl BFH BStBl II 1986, 304 u Anm Söffing, FR 1986, 109.

Zu den Sonder-BE gehören im Einzelnen:

Zu den Sonder-BA gehören im Einzelnen:

  • Abschreibungen u sonstige mit den Sonder-BE zusammenhängende Ausgaben (Reparaturkosten, GrSt, Schuldzinsen, Steuerberatungskosten, USt),
  • Zinsen für einen Kredit zur Finanzierung des Beteiligungserwerbs bzw zur Tilgung der Ausgleichsschuld an weichende Miterben (BFH BStBl II 2000, 390; BMF BStBl I 1993, 62 Tz 37 mwN),
  • Bürgschaftsinanspruchnahmen des Gesellschafters für die PersGes (aber nicht während des Bestehens der PersGes: s § 15a Rn 28a (Bitz)): BFH v 18.12.2001, BStBl II 2002, 733,
  • Reisekosten im Zusammenhang mit der Beteiligung, die von der PersGes nicht ersetzt werden,
  • Anwalts- u Gerichtskosten infolge der Wahrnehmung von Rechten eines Gesellschafters gegenüber seinen Mitgesellschaftern sowie WP-/StB-Kosten aus vom Gesellschafter veranlassten Buchprüfungen bei der PersGes.

Nicht durch die Beteiligung an der PersGes veranlasst u daher keine Sonder-BA sind:

Sonder-BE und Sonder-BA sind Bestandteil des Ergebnisses aus der Sonderbilanz des Gesellschafters u können nur dort, nicht jedoc...

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