Reuber, Die Besteuerung der... / 2.2 Besonderheiten bei ausländischen Zuwendungsempfängern
 

Tz. 91

Stand: EL 116 – ET: 04/2020

Bei einem ausländischen Zuwendungsempfänger innerhalb der EU/des EWR, der nicht beschränkt körperschaftsteuerpflichtig ist, kann aus unionsrechtlichen Gründen nicht verlangt werden, dass die von ihr ausgestellten Bescheinigung dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck i. S. d. § 50 EStDV (Anhang 11) entspricht. Wenn die Bescheinigung es den Steuerbehörden ermöglicht, klar und genau zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme eines Steuervorteils vorliegen, muss diese Bescheinigung von den Behörden als mit der Vorlage der entsprechenden Bescheinigung gleichwertig angesehen werden (EuGH vom 30.06.2011, Meilicke II, BFH/NV 2011, 1467, Rz. 46 zur Vorlage einer Körperschaftsteuerbescheinigung).

 

Tz. 92

Stand: EL 116 – ET: 04/2020

Zu den notwendigen Bestandteilen der Zuwendungsbestätigung einer ausländischen gemeinnützigen Einrichtung gehört indes, dass der ausländische Spendenempfänger bescheinigt, dass er

Von diesem durch die Zuwendungsbestätigung dokumentierten Verwendungsnachweis kann auch bei ausländischen Körperschaften nicht abgesehen werden, da mit dieser Erklärung der Spendenempfänger die Verantwortung für die ordnungsgemäße Erfüllung der Gemeinnützigkeitsvoraussetzungen übernimmt und damit die Grundlage dafür schafft, dass ein anderer Staat auf seinen Steueranspruch verzichtet (BFH vom 21.01.2015, BStBl II 2015, 588).

 

Tz. 93

Stand: EL 116 – ET: 04/2020

Wegen der weiteren Nachweise über den gemeinnützigkeitsrechtlichen Status der ausländischen Empfängerkörperschaft, die ein Spender erbringen muss, wird auf Tz. 63ff. verwiesen.

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