Reuber, Die Besteuerung der... / 1. Ertragsteuerliche Behandlung
 

Tz. 21

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Erhaltene Ablöseentschädigungen zählen zu den Einnahmen im Tätigkeitsbereich der steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe – "sportliche Veranstaltungen" –, wenn der den Verein wechselnde Sportler in den letzten zwölf Monaten vor seiner Freigabe bezahlter Sportler i. S. d. § 67a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AO (Anhang 1b) war (s. AEAO zu § 67a Abs. 3 AO TZ 39, Anhang 2).

Besteuerungsgrundlagen für den Tätigkeitsbereich wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb sind aber nur dann zu ermitteln, wenn die in § 64 Abs. 3 AO (Anhang 1b) genannte Besteuerungsfreigrenze von 35 000 EUR (bis zum Veranlagungszeitraum 2006: 30 678 EUR) brutto überschritten ist.

 

Tz. 22

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Verausgabte Ablösezahlungen sind Betriebsausgaben des steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes "sportliche Veranstaltungen", wenn die Ausgaben durch diesen Betrieb veranlasst sind.

Die Ablösezahlung kann

ein Ersatz der Ausbildungskosten sein,

entweder pauschal bis zur Höhe von 2 557 EUR
oder eine Kostenerstattung sämtlicher Ausbildungskosten mit entsprechendem Einzelnachweis;
auch höher als der Ersatz der Ausbildungskosten sein,

ohne dass der Betriebsausgabenabzug versagt werden kann. Weitere Voraussetzung für den Betriebsausgabenabzug in diesem Tätigkeitsbereich ist aber, dass diese Zahlungen für einen bezahlten Sportler geleistet worden sind. Der Sportler ist als bezahlt anzusehen, wenn er beim aufnehmenden Verein in den ersten zwölf Monaten nach dem Vereinswechsel als bezahlter Sportler i. S. d. § 67a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AO (Anhang 1b) anzusehen ist (s. AEAO zu § 67a Abs. 3 AO TZ 40, Anhang 2).

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