Wann endet eine umsatzsteuerliche Organschaft? Bild: Haufe Online Redaktion

Das FG Münster hat entschieden, dass eine umsatzsteuerliche Organschaft durch die Anordnung der Eigenverwaltung mit Bestellung eines vorläufigen Sachwalters beendet wird .

In dem Urteilsfall bestand zwischen der Klägerin, einer GmbH und ihrer alleinigen Anteilseignerin, einer AG, ursprünglich eine umsatzsteuerliche Organschaft. Das Amtsgericht beschloss jeweils die vorläufige Eigenverwaltung nach § 270a InsO, nachdem die beiden Gesellschaften einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Ein Rechtsanwalt wurde zum vorläufigen Sachwalter beider Gesellschaften bestellt. Das Finanzgericht hat entschieden, dass mit der Bestellung des vorläufigen Sachwalters die organisatorische Eingliederung in die bisherige Organträgerin entfallen ist. Die Revision zum BFH wurde zugelassen.

FG Münster, Urteil v. 7.9.2017 ,5 K 3123/15 U, veröffentlicht mit dem Newsletter des FG Münster v. 16.10.2017

Schlagworte zum Thema:  Organschaft, Umsatzsteuer, Rechtsanwalt, Finanzgericht

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