Buchrezension: Kanzleimarketing online - Von der Idee bis zur Umsetzung erfolgreich im Netz
Dieses Buch ist ein Muss – egal, ob man es gedruckt oder online kauft. Der schmale Band aus der Springer-Essential-Reihe ist schnell gelesen. Gleichzeitig bietet es wertvolle Hinweise für Einsteiger und unverzichtbare Prüfsteine für Fortgeschrittene.
Dabei geht es zunächst um einen gelungenen Homepageauftritt. Der gestaltet sich weniger einfach als gedacht: Zwar können sich die Entscheider:innen der betreffenden Kanzleien selbstverständlich schriftlich ausdrücken. Das darf aber nicht zu dem Irrglauben verleiten, entsprechende Formulierungen auch im Marketingkontext zu beherrschen. Dies gilt für (Zwischen-)Überschriften ebenso wie für einfache Sätze und für den passenden Ton. Sodann muss die Hauptnavigation übersichtlich sein, die Zahl der Reiter begrenzt. Ein One-Pager – also eine Seite, auf der die Navigation auf ein und derselben Seite lediglich weiter nach unten springt – ist besser als gar nichts. Andererseits drohen hier nicht zu unterschätzende Nachteile.
Das Zauberwort in diesem Zusammenhang lautet SEO oder ausgeschrieben: Search Engine Optimization. Den damit angesprochenen Bereich der Suchmaschinenoptimierung behandelt Löffler ebenso wie das benachbarte Search Engine Advertising oder kurz SEA. Auch eine technisch noch so gute, schlüssig gemachte und entsprechend informative Website ist nämlich nicht ausreichend für den erfolgreichen Außenauftritt: Die Interessierten müssen die Sozietät auch finden. Das gilt für den Kanzleimittelstand noch stärker als für Großkanzleien, die häufiger in Publikationen und/oder Rankings von sich hören lassen (können).
Wer hier keine teure Agentur per Rundum-Sorglos-Paket beauftragen will, der muss auf einiges achten: Blog- und andere Beiträge sollten beispielsweise eine passende Länge haben. Die Rede ist von etwa 500 Wörtern – eine Größenordnung, der sich die Autorin aus eigener Erfahrung anschließen kann. Zu kurze Beiträge sind nämlich oft zu inhaltsarm. Und ausreichender Platz für die passenden Schlüsselbegriffe oder Keywords ist dann auch nicht vorhanden. Umgekehrt erlahmt irgendwann das Interesse der Lesenden. Schließlich erwarten sie ja keinen Roman. Technisch zahlen ein responsives Design, kurze Ladezeiten und eine sichere (SSL-)Verschlüsselung auf den Sucherfolg ein.
Schließlich ist auch an eine gute Social-Media-Präsenz zu denken – und zwar auf der richtigen Plattform. Näheres dazu finden Sie auch unter:
Kanzlei und Außenauftritt, heute: PR-Agenturen, Teil 1
Wie Sie mit einer guten Presseagentur bekannter werden (Teil 2)
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