Beschäftigte brauchen mindestens 15 Tage Urlaub, um sich zu erholen
Zu einer guten Work-Life-Balance gehört auch, sich regelmäßig von der Arbeit zu erholen. Wie lange das dauert, unterscheidet sich je nach Nation.
Urlaubsdauer: Erholung ist eine Frage der Nation
In einer Studie von SD Worx gaben die Deutschen an, sich nach 15 Tagen erholt zu fühlen. Angestellte aus dem Vereinigten Königreich geben sich hingegen schon mit knapp der Hälfte, nämlich 8,5 Tagen, zufrieden. Ganz anders sehen das die Finnen: Sie wünschen sich im Schnitt 34 Tage, um im Urlaub richtig abschalten zu können. Befragt wurden insgesamt 10.119 europäische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Italien, Norwegen, Finnland und Schweden.
Die deutschen Befragten gaben an, sich nach 15 Tagen erholt zu fühlen. Angestellte aus dem Vereinigten Königreich geben sich hingegen schon mit knapp der Hälfte, nämlich 8,5 Tagen, zufrieden. Ganz anders sehen das die Finnen: Sie wünschen sich im Schnitt 34 Tage, um im Urlaub richtig abschalten zu können.
23 Prozent der Angestellten sind im Urlaub erreichbar
Doch richtig abschalten kann gar nicht jeder: Fast ein Viertel (23 Prozent) der deutschen Angestellten arbeiten während ihres Urlaubs. Das mag eine überraschend hohe Zahl sein, doch damit liegen sie unter dem europäischen Durchschnitt: Ein Drittel der europäischen Befragten gibt an, dass sie auch im Urlaub E-Mails lesen oder arbeitsbezogene Telefonate annehmen. Norwegen ist Spitzenreiter im nicht-loslassen-können: Ganze 45 Prozent der Angestellten bleiben an ihren freien Tagen erreichbar.
Ob das nun an der Unternehmenskultur liegt, an klaren Erwartungen der Vorgesetzten oder an der Einstellung der Angestellten selbst: Rechtlich gesehen ist Urlaub im Regelfall zur Erholung da. Ob es aber ein Recht auf Nichterreichbarkeit im Urlaub gibt und was Angestellte sowie Unternehmen beachten müssen, lesen Sie in unserer News zum Arbeitsrecht im Urlaub.
Deutsche Arbeitnehmende sind Gewohnheitstiere
Ganz spontan oder am direkt zu Beginn des Jahres: Die Urlaubsplanung verläuft in Deutschland sehr unterschiedlich. Im Schnitt müssen Arbeitnehmende 75 Tage vorher beantragen, dass sie sich frei nehmen möchten. Zum Vergleich: Italienische Angestellte sind mit 11 Tagen Vorlauf um einiges flexibler.
Weniger groß sind die Unterschiede in Bezug auf denselben Urlaubszeitraum, der jedes Jahr genommen wird. Gut ein Drittel der deutschen Befragten haben hierfür ein festes Urlaubszeitfenster. Übertroffen wird das noch von den Niederlanden (45 Prozent) sowie Italien und Belgien (jeweils 42 Prozent). In Finnland dagegen sind die Arbeitskräfte im europäischen Vergleich am wenigsten festgelegt: Nur 23 Prozent gaben an, jährlich zur selben Zeit Urlaub zu nehmen. Kaum verwunderlich: Ein jährlich wiederkehrender Urlaubsrhythmus findet sich vor allem bei verheirateten und zusammenlebenden Befragten. Alleinstehende Arbeitnehmende sind laut Umfrage flexibler.
Digitale Urlaubsanträge sind selten
Trotz der fortschreitenden Digitalisierung unserer Arbeitsplätze müssen rund die Hälfte der Deutschen Befragten ihren Urlaubsantrag noch auf Papier einreichen. Per Laptop oder Desktop-PC lassen sich die freien Tage nur für 23 Prozent der Arbeitnehmenden beantragen.
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