26.04.2012 | Top-Thema Müde – matt – minderwertig: Burnout?

Persönliche Maßnahmen und Selbsttest

Kapitel
Testen Sie jetzt: Wie sehr sind Sie von einem Burnout gefährdet?
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer erste Anzeichen von Burnout an sich wahrnimmt, sollte nicht warten, um nach möglichen Stressquellen wie Zeitdruck oder hohes Arbeitspensum zu forschen. Früh erkannt, lässt sich das Verhalten noch mit eigenen Strategien verändern.

Grundsätzlich helfen können Methoden für ein Leben im Gleichgewicht wie Zeitmanagement, Zielformulierungen oder das Erstellen von Prioritätenlisten. Bei leichten Fällen von Burnout können bereits wenige Coaching-Stunden ausreichen, das Leben neu zu strukturieren und ein soziales Netz aufzubauen. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, empfiehlt sich eine stationäre Behandlung, um den Konfliktherd zu erkennen und Abstand davon zu gewinnen. Ohne Verpflichtungen bleibt genügend Zeit, um sich zu erholen und fachlich beraten zu lassen. Am Ende der Therapie sollte das Selbstwertgefühl wiederhergestellt und eine optimistische Lebenseinstellung zurückgewonnen sein.

Wer der Gefahr des Ausbrennens dauerhaft entkommen will, sollte darauf achten, dass Arbeit und Privatleben immer in Balance sind. Und in beiden Bereichen sollte zudem ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Entspannung bestehen.

Selbsttest

  • Fällt es Ihnen schwer, "Nein" zu sagen?
  • Möchten Sie am liebsten alles selbst machen?
  • Gönnen Sie sich wenig Ruhe und Entspannung?
  • Müssen Sie "Ihren Kopf erst unter dem Arm tragen", bevor Sie sich krank melden?
  • Beschäftigen Sie sich gedanklich auch zu Hause mit Ihrer Arbeit?
  • Haben Sie den Eindruck, Ihrer Familie und Ihren Freunden nicht mehr gerecht zu werden?
  • Fühlen Sie sich häufig dem Termindruck ausgeliefert?
  • Glauben Sie, dass Sie Ihren Aufgaben nicht gewachsen sind?
  • Denken Sie häufig, nichts bewirken zu können?
  • Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren?
  • Haben Sie den Eindruck, dass Ihnen alles zu viel wird?
  • Sind Sie häufig gereizt und angespannt?
  • Wachen Sie am Morgen zerschlagen auf?
  • Leiden Sie unter Schlafstörungen?
  • Haben Sie oft Heißhunger auf Süßes?
  • Haben Sie öfter Magen-, Verdauungs- oder Rückenbeschwerden?
  • Vernachlässigen Sie Ihre Hobbys?
  • Trinken Sie häufiger Alkohol, um sich zu entspannen?

Wenn Sie mehr als fünf Mal mit "Ja" geantwortet haben, sollten Sie aktiv werden.

  • Lernen Sie eine Entspannungstechnik. 20 Minuten am Tag tun gut.
  • Gönnen Sie sich eine Auszeit, nehmen Sie Urlaub.
  • Gehen Sie einmal pro Woche zur Massage.
  • Treiben Sie zweimal pro Woche 30 Minuten Sport ohne Leistungsdruck.
  • Lassen Sie sich coachen. Ein Profi an Ihrer Seite macht Sie stark.
  • Delegieren Sie alles, was andere besser, schneller oder günstiger machen können.

Schlagworte zum Thema:  Gesundheitsmanagement, Gesunde Führung, Burn-out-Syndrom

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