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Gründer Hans-Christian Bartholatus, Geschäftsführer, und Gründerin Güler Dogan, Rechtsanwältin, Aufenthaltstitel & Anerkennung der Qualifikation Bild: © EMPLOYLAND

Der Fachkräftemangel ist das Toprisiko für die deutsche Wirtschaft. Mit der Verzahnung von Jobvermittlung und juristischer Dienstleistung bietet Employland deutschen Unternehmen eine Plattform für die weltweite Mitarbeiter-Rekrutierung. Das Start-up erledigt alle mit der Arbeitsmigration verbundenen rechtlichen Schritte.

Wer hat’s gegründet?

Mit Hans-Christian und Rüdiger Bartholatus (Gründer von mobile.de) sowie Felix Jung (unter anderem Gründer von motoso.de) gehören drei langjährig erfolgreiche Internet-Unternehmer ebenso zu den Gründern wie drei erfahrene Rechtsanwälte: Güler Dogan, qualifiziert im Zuwanderungs- und Aufenthaltsrecht, Karsten Böhlke, zuletzt tätig in der Rechtsabteilung von mobile.de und E-Bay sowie Marius P. Vogel, zuständig für alle eigenen juristischen Angelegenheiten und Verträge.

Wie war die Entwicklungszeit?

Nach zwei Jahren Programmierung ist Employland seit Mitte 2016 online. Über 1.000 internationale Fachkräfte haben sich registriert und warten darauf, von deutschen Unternehmen gefunden zu werden. Für Marketingmaßnahmen zur Erhöhung der Bekanntheit wird aktuell ein Investor gesucht.

Was ist die Idee dahinter?

Auf www.employland.de können deutsche Unternehmen dringend gesuchte Fachkräfte aus aller Welt und allen Branchen finden, kontaktieren und einstellen. Aussagekräftige Fachkräfte-Profile machen die Suche einfach. Employland kümmert sich um alle bürokratischen Punkte, die die Arbeitsmigration mit sich bringt – welches Visum, Aufenthalts- und Beschäftigungserlaubnis, gegebenenfalls Anerkennung der Qualifikation. Employland erklärt nicht, wo welcher Antrag gestellt werden muss, sondern tut es – qualifizierte Anwälte erledigen dies zu Festpreisen. Durch die erstmalige Verzahnung von Jobvermittlung und rechtlicher Dienstleistung können auch Unternehmen ohne juristisches Spezialwissen weltweit Mitarbeiter rekrutieren. Für Fachkräfte ist der Service kostenlos, Unternehmen zahlen zehn Prozent des ersten Bruttojahresgehalts, wenn der Kandidat den Job angetreten hat. Neben IT-Spezialisten, Ingenieuren, Ärzten, um nur einige zu nennen, sind fast alle Berufsgruppen auf der Plattform vertreten. Falls der passende Kandidat nicht dabei ist, können Suchaufträge hinterlegt werden – Employland informiert dann per E-Mail über neue Kandidaten.

Was können etablierte Unter­nehmen von Ihnen lernen?

Die Globalisierung beginnt im eigenen Unternehmen – das lebt Employland! Von zehn Kollegen haben vier ihre Wurzeln in Kolumbien, Russland, Italien und der Türkei – die USA wird in Kürze ebenfalls dazu gehören. Knapp die Hälfte des Teams hat keine deutschen Wurzeln und bringt ein Know-how mit, das für Employlands weltweites Agieren unverzichtbar ist.

Was soll noch geändert werden?

Anhand eines „Ampelsystems“ auf den Fachkraftprofilen können Arbeitgeber zukünftig noch detaillierter sehen, welche notwendigen rechtlichen Schritte von Employland vollzogen werden müssen, um den Kandidaten einzustellen. Ebenso verbessern wir laufend die Fachkräfte-Verwaltung für Arbeitgeber und verfeinern die Suchkriterien.

Weitere Informationen: www.employland.de

Mehr zum Thema: https://www.haufe.de/thema/hr-startup/

Schlagworte zum Thema:  HR-Startup, Fachkräfte, Rekrutierung, Startup

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