Sonderausgaben / 3 Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben

Unter dem Begriff "Vorsorgeaufwendungen" werden die folgenden als Sonderausgaben abzugsfähigen Beiträge zusammengefasst:

  • Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung,
  • Beiträge zu privaten Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen,
  • Beiträge zu einer zusätzlichen freiwilligen Pflegeversicherung,
  • Beiträge zu bestimmten Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall.

Unbedeutend ist, ob es sich bei den Kranken- und Rentenversicherungsbeiträgen um Beiträge aufgrund gesetzlicher Verpflichtung (gesetzliche Arbeitnehmeranteile an den gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträgen) oder um freiwillige Beiträge handelt.

Abzug der tatsächlichen Vorsorgeaufwendungen nur im Veranlagungsverfahren

Vorsorgeaufwendungen werden beim laufenden Lohnsteuerabzug ausschließlich durch die bereits in das Lohnsteuerberechnungsprogramm eingearbeitete Vorsorgepauschale berücksichtigt. Soweit die steuerlich abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen die Vorsorgepauschale übersteigen, können sie nur im Rahmen der maßgeblichen Höchstbeträge bei der Veranlagung zur Einkommensteuer geltend gemacht werden.[1]

Kein Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung möglich

Durch die Vorsorgepauschale sind die tatsächlichen Vorsorgeaufwendungen bereits weitgehend abgedeckt und werden teilweise sogar überschritten. Deshalb darf für Vorsorgeaufwendungen kein Freibetrag als Lohnsteuerabzugsmerkmal berücksichtigt bzw. gebildet werden.

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