Mindestlohn: Was ist bei Mi... / 5.6 Schüler ohne weitere Einkünfte

Insbesondere bei ledigen Schülern, die einen 450-EUR-Minijob ausüben und keine oder nur sehr geringe andere steuerpflichtige oder unter Progressionsvorbehalt stehende Einkünfte haben, kann der Wechsel zu einem Midijob sehr interessant sein. Dies hat mehrere Gründe:

  1. Die Einkünfte aus einer Schülerbeschäftigung können nicht zum Wegfall des Kindergeldanspruchs der Eltern führen, da die Verdienstgrenze für volljährige Kinder aufgehoben wurde.
  2. Der vom Arbeitgeber zu zahlende Anteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag verringert sich gegenüber einem 450-EUR-Minijob von 28 % auf 19,875 %. Zwar fallen für den Schüler Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung an, jedoch liegen diese am unteren Ende des Übergangsbereichs bei 450,01 EUR unterhalb von 50 EUR. Die Differenz zwischen Brutto- und Nettolohn ist also verhältnismäßig gering. Im Gegenzug erwirbt der Arbeitnehmer bereits zu diesem Zeitpunkt die ersten vollwertigen Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung für einen späteren Rentenanspruch. Darüber hinaus hat er im Gegensatz zum Minijobber Ansprüche auf Entgeltersatzleistungen wie Krankengeld, Übergangsgeld oder Arbeitslosengeld I.
  3. Im Gegensatz zu vielen anderen Beschäftigtengruppen kommen neben dem Lohn bei unverheirateten Schülern regelmäßig keine anderen Einkünfte oder Sozialleistungen hinzu, die steuerlich zu berücksichtigen sind. Liegen keine weiteren Einkünfte vor, fällt bei ledigen Arbeitnehmern bis zu einem Jahresarbeitslohn von ca. 13.000 EUR keine Einkommensteuer an.

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