Lohnsteuerrechtliche Folgen... / 6.1 Voraussetzungen

Die Anwendung des Auslandstätigkeitserlasses setzt voraus, dass

  • der Arbeitnehmer bei einem inländischen Arbeitgeber bzw. mit Sitz in einem anderen EU-/EWR-Mitgliedstaat beschäftigt ist,
  • es sich bei der Auslandstätigkeit um eine "begünstigte Tätigkeit" handelt,
  • die Tätigkeit mindestens 3 Monate in Staaten ausgeübt wird, mit denen kein DBA besteht,
  • der Arbeitslohn für ein gegenwärtiges Dienstverhältnis von einem privaten Arbeitgeber gezahlt wird und
  • die besonderen Verfahrensvorschriften beachtet werden: gesonderter Ausweis des Arbeitslohns im Lohnkonto und in den ELStAM sowie keine Durchführung des Lohnsteuer-Jahresausgleichs durch den Arbeitgeber.

Demgegenüber ist der Auslandstätigkeitserlass nicht anwendbar bei

  • einer Tätigkeit von Bordpersonal von Seeschiffen,
  • einer Tätigkeit von Leiharbeitnehmern, für deren Arbeitgeber die Arbeitnehmerüberlassung Unternehmenszweck ist,
  • einer finanziellen Beratung außerhalb der deutschen Entwicklungshilfe und
  • der Akquisition von Aufträgen außerhalb von Ausschreibungen.

Ferner scheidet die Anwendung des Auslandstätigkeitserlasses aus, wenn

  • der Arbeitslohn aus inländischen öffentlichen Kassen gezahlt wird oder
  • die Tätigkeit in einem Staat ausgeübt wird, mit dem ein DBA besteht, in das Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit einbezogen sind.

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