Jobticket / 2.6 Gemischte Nutzung von Fahrberechtigungen für den Personenfernverkehr

Zu den steuerfreien Arbeitgeberleistungen, die zur Nutzung des Personenfernverkehrs berechtigen, gehören Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie zu einem Sammelpunkt oder einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet.Privatfahrten im Personenfernverkehr sind indes nicht begünstigt. Im Falle einer (möglichen) gemischten Nutzung einer Fahrberechtigung (Auswärtstätigkeit, Familienheimfahrt im Rahmen der doppelten Haushaltsführung, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Privatfahrten) ist daher sicherzustellen, dass Arbeitgeberleistungen für Privatfahrten im Personenfernverkehr nicht durch die Steuerbefreiung begünstigt werden. Im Übrigen haben die Steuerfreistellungen für Reisekosten (im öffentlichen Dienst bzw. in der Privatwirtschaft) für Fahrten im Rahmen einer Auswärtstätigkeit bzw. Fahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung Vorrang vor der Steuerbefreiung mit Jobticket.

Begrenzte Nutzung der Fahrberechtigung

Vor diesem Hintergrund hat die Finanzverwaltung Vereinfachungsregelungen getroffen. Eine Fahrberechtigung für den Personenfernverkehr entfällt nur auf Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, zu einem Sammelpunkt oder einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet und ist demnach steuerbefreit, wenn sie lediglich zur Nutzung für diese Strecke berechtigt. Die tatsächliche Nutzung der Fahrberechtigung auch zu privaten Fahrten ist in diesen Fällen unbeachtlich.

Erweiterte Nutzung der Fahrberechtigung

Für den Fall, dass die Fahrberechtigung für den Personenfernverkehr über die Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, zu einem Sammelpunkt oder einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet hinausgeht, geht die Finanzverwaltung aus Vereinfachungsgründen davon aus, dass die Fahrberechtigung insoweit auf Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, zu einem Sammelpunkt oder zu einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet entfällt, als der anzusetzende Wert der Arbeitgeberleistung den regulären Verkaufspreis einer Fahrberechtigung nur für die Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, zu einem Sammelpunkt oder einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet für den entsprechenden Gültigkeitszeitraum nicht überschreitet.

Im Falle des Überschreitens liegt für den überschießenden Betrag steuerpflichtiger Arbeitslohn vor, dessen Versteuerung unter Beachtung der 44-EUR-Freigrenze oder des sog. Rabattfreibetrags i. H. v. 1.080 EUR erfolgt.

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