Arbeitnehmerähnliche Selbst... / 2 Folgen

Das Steuerrecht hebt schwerpunktmäßig auf die Nähe des Steuerpflichtigen zum Marktgeschehen ab und beurteilt anhand der Merkmale "Unternehmerrisiko" und "Unternehmerinitiative". Dabei sind für die Abgrenzung der Einkünfte zwischen den vorgenannten Einkunftsarten regelmäßig die Maßstäbe des Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuerrechts anzulegen.

Arbeitnehmer ist nicht, wer umsatzsteuerrechtlich Unternehmer ist, sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt mit einer Tätigkeit, die gegen Entgelt am Markt erbracht und für Dritte äußerlich erkennbar angeboten wird, und unternehmerisches Risiko trägt. Dabei ist es unmaßgeblich, ob der Selbstständige nur für einen einzigen oder mehrere Vertragspartner tätig wird.

Folglich hat der "arbeitnehmerähnliche" Selbstständige regelmäßig die Umsätze aufzuzeichnen, in seinen Rechnungen die Umsatzsteuer auszuweisen und den Gewinn in der Einkommensteuererklärung anzugeben und selbst zu versteuern. Der Auftraggeber muss vom Rechnungsbetrag (Umsatz) keine Lohnsteuer einbehalten. Der Selbstständige kann die entrichteten Beiträge zur Rentenversicherung als Sonderausgaben geltend machen, der Abzug als Betriebsausgaben ist nicht möglich.

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