13.06.2012 | Urlaubsabgeltung

Wenn der Arbeitgeber sich verrechnet

Dumm gelaufen - Leider verrechnet.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Erklärung in einem Kündigungsschreiben, der Arbeitnehmer erhalte eine Urlaubsabgeltung von 43 Tagen, stellt ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis dar. Die falsch berechnete Anzahl der Urlaubstage kann zu Lasten des Arbeitgebers gehen.

"Pech gehabt!" So lautet das Fazit einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln:

Im Laufe des Arbeitsgerichtsprozesses machte der Arbeitnehmer für die 43 Tage etwa 9000 EUR geltend und erhielt auch vom Arbeitsgericht Recht: Der beklagte Arbeitgeber sei an die Zusage, 43 Urlaubstage abzugelten, gebunden. Soweit er dem Arbeitnehmer nur die Abgeltung der ihm noch zustehenden Urlaubstage habe zusagen wollen, komme dies in der Erklärung nicht zum Ausdruck.

Dagegen wehrte sich der Arbeitgeber vor Gericht und trägt nun vor, aufgrund eines neuen Personalabrechnungssystems S seien die Urlaubstage falsch berechnet worden und in den Lohnabrechnungen unzutreffend angegeben worden. Dem Arbeitnehmer hätten maximal 13 Urlaubstage zugestanden. Die mit der Abrechnung beauftragte Angestellte habe mit dem Arbeitnehmer die letzte Lohnabrechnung besprochen, die dann erstellt worden sei. Er verhalte sich rechtsmissbräuchlich, wenn er auf der Abgeltung von 43 Urlaubstagen bestehe.

Arbeitgeber muss für falsch berechnete Urlaubstage zahlen

Keine unzulässige Rechtsausübung

Schlagworte zum Thema:  Abgeltung, Urlaubsabgeltung, Urlaub

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