Besoldung von Beamten soll schnell neu geregelt werden
Der Gesetzentwurf werde «mit aller Sorgfalt» und nach Gesprächen mit Gewerkschaften auf den Weg gebracht. Zugleich versprach sie: Für die unteren Besoldungsgruppen der NRW-Beamten solle es bei der vorgesehenen Erhöhung um insgesamt 5,6 Prozent für die beiden Jahre 2013 und 2014 bleiben.
Verfassungsgerichtshof: Beamtenbesoldung ist verfassungswidrig
Der Verfassungsgerichtshof in Münster hatte das mit rot-grüner Mehrheit beschlossene Beamtenbesoldungsgesetz am Dienstag für verfassungswidrig erklärt. Das Gesetz sah vor, die Tariferhöhungen von 5,6 Prozent im öffentlichen Dienst nur für die unteren Beamten-Besoldungsgruppen im vollen Umfang zu übernehmen. Die mittleren Besoldungsstufen erhielten nur ein Plus von zwei Prozent für beide Jahre zusammen, die oberen Gruppen gingen mit zwei Nullrunden ganz leer aus.
Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte noch am Dienstag eine sofortige Haushaltssperre verhängt. Damit werden Landesausgaben «auf ein zwingend notwendiges Maß beschränkt». Im Landtag sagte der Minister, eine Erhöhung für die oberen Besoldungsgruppen werde die Personalkosten in die Höhe treiben und einen Nachtragshaushalt für 2014 nötig machen. Auch in den Etatplanungen für 2015 werde es wohl Anpassungen geben.
Sparziele sollen trotzdem erreicht werden
Kraft zufolge sind mit dem gekippten Besoldungsgesetz Einsparungen im Gegenwert von rund 14.000 Stellen erzielt worden. Die CDU müsse Farbe bekennen, wo sie in der Landesverwaltung unter insgesamt eingeplanten 284.583 Stellen streichen wolle. Walter-Borjans betonte, eine Neuregelung müsse mit dem verpflichtenden Ziel in Einklang gebracht werden, im Jahr 2020 keine neuen Schulden mehr aufzunehmen.
Reaktionen politischer Parteien
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Armin Laschet hielt Kraft vor, sie habe alle Warnungen von Rechtsexperten im Vorfeld ignoriert und mit einer «Basta»-Politik Vertrauen verspielt. Es sei nicht vertretbar, einem Polizeihauptkommissar oder einer Grundschullehrerin reale Einkommensverluste zuzumuten. Rot-Grün habe ein «Desaster» verursacht.
Man habe nun eine klare Aufgabenstellung vom Gericht bekommen, meinte Grünen-Fraktionschef Reiner Priggen und machte für einen Neuentwurf deutlich: «Dass mit den Nullrunden wird so nicht gehen.» Für die SPD betonte der Fraktionsvorsitzende Norbert Römer, Prämisse sei immer gewesen, einen Stellenabbau zu verhindern.
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
1.657
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
8622
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
7761
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
591
-
Entgelttabelle TV-L
591
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
478
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
413
-
Entgelttabelle TV-V
363
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
341
-
Entgelttabelle TV-Hessen
323
-
Bundeswehr-Werbung auf Trambahn: Gewissenskonflikt rechtfertigt keine Arbeitsverweigerung
03.06.2026
-
Berliner Kita-Streik grundsätzlich zulässig
02.06.2026
-
Nicht-binäre Person scheitert mit AGG-Entschädigungsklage
29.05.2026
-
Kirchenzugehörigkeit kann bei Stellenbesetzungen gerechtfertigte Voraussetzung sein
22.05.2026
-
Gewährung der Tauschtage im folgenden Kalenderjahr
21.05.2026
-
Berechnung der Tauschtage und des Umwandlungsbetrags
21.05.2026
-
Voraussetzungen und Geltendmachung der Tauschtage
21.05.2026
-
Tauschtage für Beschäftigte des Bundes
21.05.2026
-
Arbeitsweg von 35 km ist einer Lehrerin zumutbar
20.05.2026
-
Polizeikommissarin wegen Änderung des Geschlechtseintrags von Beförderung ausgeschlossen
18.05.2026