Dessau-Rosslau: Vollvermietung in der Stadt des Leerstands

In wenigen Städten zeigen sich die Folgen des demografischen Wandels so sehr wie in Dessau-Roßlau. Trotz 14 Prozent Leerstand in der Bauhausstadt baut die Wohnungsgenossenschaft Dessau eG in großem Stil Wohnungen – und vermietet sie zum Teil lange vor Fertigstellung. Wie schafft sie das?

Nicky Meißner steht auf der Baustelle des Jahn-Carrés und beobachtet, wie Handwerker die Außenflächen gestalten. Der Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft Dessau eG darf sich über den Baufortschritt seines bisher größten Neubauprojekts freuen: Im August dieses Jahres haben Mieter die 19 Wohnungen im ersten fertiggestellten Mehrfamilienhaus bezogen, Ende dieses Jahres wird auch der zweite Neubau bewohnt sein und für das denkmalgeschützte Bestandsgebäude auf dem Areal des einstigen Impfstoffwerks zwischen Jahn-, Liebknecht- und Luxemburgstraße ist die Planung abgeschlossen.

Insgesamt 95 Wohneinheiten entstehen in dem in unmittelbarer Nähe des berühmten Dessauer Bauhausgebäudes gelegenen Jahn-Carré. In anderen Städten mag diese Zahl an Wohnungen nicht besonders beeindruckend wirken. In Dessau-Roßlau aber ist ein Projekt dieser Größenordnung (das Investitionsvolumen beträgt gut 25 Millionen Euro) höchst bemerkenswert. Denn die Stadt mit ihren nicht einmal mehr 80.000 Einwohnern st...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 11/2025

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