15.09.2015 | Top-Thema Sonderumlage

Fälligkeit und Schuldner

Kapitel
Die Fälligkeit der Sonderumlage muss definiert sein, damit deutlich ist, wer wann wieviel zahlen muss.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Definition der Fälligkeit darf bei dem Beschluss über eine Sonderumlage nicht fehlen.

Der Beschluss über die Sonderumlage sollte auch einen Fälligkeitstermin benennen. Dies kann ein bestimmtes Datum sein. Denkbar ist auch, auf ein Datum zu verzichten und zu beschließen, dass die Sonderumlage mit Anforderung durch den Verwalter fällig sein soll.

Wenn im Beschluss eine Regelung zur Fälligkeit fehlt, ist die Sonderumlage entweder sofort oder mit Anforderung durch den Verwalter fällig. Dies ist Auslegungssache im Einzelfall und daher fruchtbarer Boden für Missverständnisse. Angaben zur Fälligkeit sollten daher in keinem Beschluss fehlen.

Fälligkeit in Raten

Bei Sonderumlagen, die größere/länger andauernde Maßnahmen finanzieren sollen, kann es auch sinnvoll sein, eine Fälligkeit in Raten festzulegen. Aus dem Beschluss muss dann aber deutlich hervorgehen, welcher Eigentümer wann welche Rate zahlen muss.

Jeweiliger Eigentümer muss für Sonderumlage aufkommen

Schuldner der Sonderumlage sind diejenigen Eigentümer, die bei Fälligkeit im Grundbuch eingetragen sind. Kommt es zwischen Beschlussfassung und Fälligkeit zu einem Eigentümerwechsel, muss der neue Eigentümer für die Sonderumlage einstehen. Das gilt auch im Falle der Zwangsversteigerung, bei der sich der Eigentumswechsel außerhalb des Grundbuchs vollzieht.

Lesen Sie auch: Sonderumlage in der WEG

Schlagworte zum Thema:  Sonderumlage, Eigentümergemeinschaft

Aktuell

Meistgelesen