25.04.2014 | Geldwäsche

Wie Unternehmen missbraucht werden können

Werden Sie nicht zur Geldwaschmaschine.
Bild: Dynamic Graphics, Inc.

Wer Bestechungsgelder kassiert oder Drogen verkauft, hat „schmutziges“ Geld in der Tasche. Illegal erhalten, soll es zu „sauberem“ Geld werden. Denn durch die Geldwäsche gelangt das Geld in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf.

Bei illegal erwirtschafteten Geldern geht es häufig um große Summen. Eine zusätzliche Straftat nehmen die Täter dafür oft skrupellos in Kauf. Nicht nur Privatpersonen sondern auch Wirtschaftsunternehmen werden durch Geldwäscher missbraucht, wie auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) zu lesen ist.

Durch die globalen Finanzmärkte und die Computertechnik sind die Methoden der Geldwäsche komplexer geworden. Das macht es aber auch schwerer, Geldwäsche zu bekämpfen, einzudämmen oder zu verfolgen.

Herkunft von großen Summen Bargeld überprüfen - es kann sich um Geldwäsche handeln

Eine übliche Methode ist es, hochwertige Güter von privat zu kaufen etwa Antiquitäten, Schmuckstücke oder Pferde. Bei Barzahlung ist später die Herkunft des Geldes kaum mehr nachweisbar. Auch Händler können auf Geldwäscher hereinfallen, etwa bei der Bargeld(an)zahlung für ein Auto. Hier sollte die Legitimität des privaten Käufers überprüft werden.

Geldwäsche durch Phishing-Attacken per E-Mail

Ein anderer Trick der Geldwäscher ist es, per E-Mail einen Link zu verschicken, der auf eine gefälschte Internetseite der Bank verweist. Phishing-Attacke nennt man dieses Vorgehen, mit dem Kontodaten und Passwörter abgefragt werden. Über das Konto kann dann von den Geldwäschern zum Beispiel Geld überwiesen werden.

Verdacht auf Geldwäsche umgehend melden

Geldwäscher versuchen, mit anonymen wirtschaftlichen Transaktionen Geld in den legalen Wirtschaftskreislauf einfließen zu lassen. Verdächtige Aktionen oder suspekte Geschäftsbeziehungen sollte man umgehend dem Bundeskriminalamt und den Strafverfolgungsbehörden melden, so der Hinweis des Bundesinnenministeriums (BMI).

Geldwäsche ist strafbar

Die gesetzliche Regelung zur Geldwäsche ist in Deutschland eindeutig und entspricht dem weltweiten Standard der Arbeitsgruppe "Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung" (Financial Action Task Force on Money Laundering, kurz FATF). Geldwäsche ist strafbar und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren geahndet werden.

Ist Deutschland besonders anfällig für Geldwäsche? Lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Geldwäsche, Compliance-Management, Compliance, Compliance-Organisation

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