Auskunftsrecht DSGVO

Betroffene, deren Daten erhoben, gespeichert und verarbeitet worden sind, haben ein Recht auf Auskunftserteilung, was mit ihren Daten passiert.

Zweck des Datenschutzes ist es, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.

Was besagt das Auskunftsrecht des Art. 15 DSGVO?

Gemäß Art. 15 DSGVO hat jeder Betroffene das Recht, von dem Datenschutzverantwortlichen eine Bestätigung darüber zu fordern, welche Daten zu welchem Zweck in welchem Umfang gespeichert wurden und wie lange die Speicherung der Daten dauern soll.

Der Datenverantwortliche hat demgegenüber den Betroffenen darüber zu belehren, dass er ein Recht auf Berichtigung und gegebenenfalls auf Löschung hat und sich bei einer Aufsichtsbehörde beschweren kann, wenn er der Meinung ist, dass seine datenschutzrechtlichen Belange verletzt worden sind.

Datenschutz - Auskunftsrecht

Betroffenen muss darüber Auskunft erteilt werden, welche Daten über die jeweilige Person gespeichert sind, die Herkunft der Daten und der Zweck der Speicherung sowie ggf. der Empfänger der Daten, falls Daten an Dritte übermittelt wurden. Die Auskunft hat unentgeltlich und in Textform zu erfolgen.

Datenschutz - rechtliche Grundlagen

Die beiden zentralen Vorschriften zum Datenschutz sind die Datenschutz-Grundverordnung und das Bundesdatenschutzgesetz. Mehr dazu lesen Sie im Haufe-Beitrag Datenschutz im Unternehmen.

Kann Anonymität von Whistleblowern durch den DSGVO-Auskunftsanspruch gelüftet werden?

Die DSGVO gibt seit Mai 2018 Auskunftsansprüche zu allen über eine Person gespeicherten Daten. Gleichzeitig wird der Rechtsschutz von Whistleblowern aktuell ausgebaut. Ein LAG-Urteil entschied nun, wer den Kürzeren zieht, wenn der DSGVO-Auskunftsanspruch eines Arbeitnehmers auf den Anspruch von Whistleblowern trifft, bei Meldungen anonym zu bleiben.