03.03.2015 | Barrierefreiheit

Anforderungen für Arbeitsstätten aus der ASR V3a.2

Die ASR V3a.2 enthält auch Anforderungen an das Arbeitsumfeld
Bild: Haufe Online Redaktion

Beschäftigte mit einer Behinderung müssen genauso sicher und mit möglichst wenigen Einschränkungen arbeiten können. Dafür müssen der Arbeitsplatz, aber auch das Arbeitsumfeld behindertengerecht gestaltet sein. So müssen Rollstuhlfahrer Fenster öffnen können oder Hörgeschädigte per Lichtsignal bei Alarm informiert werden.

Damit die Technischen Regeln für Arbeitsstätten immer auf dem neuesten Stand der arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse sind, werden sie stets überarbeitet. Anfang 2015 wurden nun die Regeln zur barrierefreien Gestaltung von Arbeitsstätten (ASR V3a.2) ergänzt. Im Mittelpunkt stehen Fenster und Oberlichter sowie die Anforderungen an Unterkünfte.

Barrierefreiheit: Fenstergriffe taktil gestalten oder in geringer Höhe anbringen

Bei den Anforderungen an Fenster, Oberlichter und lichtdurchlässige Wände werden verschiedene Behinderungen berücksichtigt. Für Sehbehinderte und Blinde ist z. B. die Wahrnehm- bzw. Erkennbarkeit ausschlaggebend.

Bedacht werden muss die Sicherheit beim Lüften mit geöffneten Fensterflügeln ebenso wie die taktile Gestaltung von Fenstergriffen. Für Rollstuhlfahrer oder Beschäftigte mit einer eingeschränkten Hand-/Arm-Motorik müssen dagegen die Bedienelemente auf einer geringen Höhe angebracht sein.

ASR V3a.2: Bestehende Einrichtung müssen gegebenenfalls baulich verändert werden

Im Anhang werden Anforderungen an Unterkünfte genauer beschrieben. Besonders wenn bestehende Einrichtungen wie Hotels oder Pensionen zur Unterbringung von behinderten Beschäftigten genutzt werden sollen, ist vorab zu prüfen, ob sich diese dafür eignen oder ob z. B. bauliche Änderungen vorgenommen werden müssen.

Rauchmelder müssen tönen und leuchten

Für Beschäftigte mit einer Seh- oder Hörbehinderung ist es notwendig, dass Klingeln oder Rauchmelder nach dem Zwei-Sinne-Prinzip ausgestattet sind, also ein akustisches und ein optisches Signal abgeben.

Genügend Platz für Rollstuhlfahrer

Für Beschäftigte, die auf eine Gehhilfe, einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind, muss die freie Bewegungsfläche ausreichend groß sein.

Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten

Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsstätten so einzurichten und zu betreiben, dass die Belange der bei ihnen beschäftigten Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden.

Der Fachbeitrag "Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten" zeigt, was Barrierefreiheit ist, wem sie dient, in welchen Rechtsnormen diesbezügliche Anforderungen zu finden sind und wie diese in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden können. Die ASR V3a.2 finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Barrierefreiheit, Arbeitsstätte

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