Zahl der Kontenabfragen durch Behörden gestiegen
Das seien 100 000 mehr als in den ersten neun Monaten 2018, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Zahlen des BMF.
Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung
Datenschützer fordern eine Überprüfung der rechtlichen Grundlage. "Ich halte eine Evaluierung des Kontenabrufverfahrens für dringend notwendig", sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber der "Welt am Sonntag". Jeder Kontenabruf sei ein "Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung". Da vor allem die Zahl der Abrufe durch Gerichtsvollzieher seit Jahren steige, müsse man sich ernsthaft fragen, ob "die aktuelle Ausgestaltung dieses aus ordnungspolitischen Gründen eingeführten Instruments noch verhältnismäßig" sei. Er sieht die Gefahr von Personenverwechslungen, zudem fehle ein Schwellenwert.
Abrufe enthalten die Kontenstammdaten
Mit dem Kontenabrufverfahren sollen unter anderem Steuerbetrug und Sozialmissbrauch verfolgt werden. Es steht nach Angaben des Bundeszentralamtes für Steuern unter anderem Finanz- und Sozialbehörden sowie Gerichtsvollziehern zur Verfügung. Das Ergebnis dieser Abrufe enthält demnach die Kontenstammdaten. Kontenbewegungen oder -stände können nicht ermittelt werden. Aufgrund größerer Zugriffsrechte für Behörden ist die Zahl der Abfragen in den vergangenen Jahren gestiegen.
dpa
-
Abgabefristen für die Steuererklärungen 2019 bis 2025
2.841
-
Begünstigte Versicherungsverträge vor dem 1.1.2005 in Rentenform
1.6012
-
Umsatzsteuer 2026: Wichtige Änderungen im Überblick
671
-
Neuregelung des häuslichen Arbeitszimmers und der Pauschalen ab VZ 2023
600
-
Pflichtangaben für Kleinbetragsrechnungen
570
-
Atypische Kapitalauszahlung aus einer betrieblichen Altersversorgung
567
-
Feststellung des Grades der Behinderung für zurückliegende Zeiträume
508
-
Behinderten-Pauschbetrag auch bei Pflegegrad 4 oder 5
461
-
Neue Bagatellgrenzen für betrieblich genutzte Grundstücksteile
4582
-
Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei Gebäuden
437
-
Kürzung von Corona-Überbrückungshilfen wegen "unternehmensverbundähnlichem Sachverhalt"
20.05.2026
-
Insolvenzplan als rückwirkendes Ereignis
19.05.2026
-
Geänderte Rechtsprechung zu Überbrückungshilfen nach dem 30.6.2022
13.05.2026
-
Begriff der Betriebsstätte vom BFH geklärt
13.05.2026
-
Freiwillige Zahlung im ersten Zinsmonat
12.05.2026
-
Später vorgelegte Verlustbescheinigung
08.05.2026
-
OVG Münster lässt Berufung gegen Autohaus-Urteil zu
06.05.2026
-
Überbrückungshilfe III NRW ist beihilferechtskonform
29.04.2026
-
Vorabanforderung nur mit erkennbarer Ermessensausübung
22.04.2026
-
Subventionsbetrug bei den Überbrückungshilfen
22.04.2026