Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / a) Sachbezug
 

Rn. 31

Stand: EL 128 – ET: 06/2018

Geldwerte Güter iSd § 8 Abs 1 EStG u damit auch Sachbezüge iSd § 8 Abs 2 EStG sind alle Güter, denen ein Geldeswert beigemessen wird, vgl BFH v 01.09.1998, VIII R 3/97, BStBl II 1999, 213: jeder geldwerte Vorteil. Dafür ist entscheidend, dass ein objektiver Betrachter aus der Sicht des Empfängers bei diesem einen vermögenswerten Vorteil iS einer objektiven Bereicherung bejahen würde, BFH v 30.05.2001, VI R 123/00, BStBl II 2002, 230; Krüger in Schmidt, § 8 EStG Rz 3 (37. Aufl). Ein Gut mit ausschließlich ideellem Wert fällt nicht darunter, vgl BFH v 17.09.1982, VI R 75/79, BStBl II 1983, 39. Da Sachbezüge alle Einnahmen umfassen, die nicht in Geld bestehen, zählen dazu auch Rechte, zB Ansprüche auf eine Sach- o Dienstleistung, BFH v 11.11.2010, VI R 27/09, BStBl II 2011, 386.

 

Rn. 32

Stand: EL 128 – ET: 06/2018

Geldwerte Güter sind zum einen alle Vermögensgegenstände, die zu den WG zählen; neben den Sachen die nichtkörperlichen Gegenstände iSd BGB, also insb Rechte, daneben auch bloße vermögenswerte Vorteile einschließlich tatsächlicher Zustände u konkreter Möglichkeiten. Soweit das JStG 1996 den Klammerzusatz in § 8 Abs 2 S 1 EStG um den Begriff der "Dienstleistung" erweitert hat, kam dem nur eine redaktionelle, keine konstitutive Bedeutung zu, vgl BFH v 01.09.1998, VIII R 3/97, BStBl II 1999, 213.

 

Rn. 33

Stand: EL 128 – ET: 06/2018

Der Begriff des geldwerten Guts geht über den des WG hinaus, er umfasst jeden geldwerten Vorteil, vgl BFH v 11.11.2010, VI R 27/09, BStBl II 2011, 386; BFH v 20.08.1986, I R 41/82, BStBl II 1987, 65; BFH v 01.09.1998, VIII R 3/97, BStBl II 1999, 213; so auch bloße Nutzungsvorteile u Leistungen, die der StPfl empfangen hat, vgl BFH v 26.10.1987, GrS 2/86, BStBl II 1988, 348 unter C.I.1.a.bb. Dass diese nicht die Voraussetzungen eines WG erfüllen, spielt bei § 8 EStG ebenso wenig eine Rolle wie bei den BE, vgl BFH v 26.09.1995, VIII R 35/93, BStBl II 1996, 273 zu den bei einem bilanzierenden StPfl als geldwerte Vorteile u damit als BE zu erfassenden Sachleistungen u Nutzungsvorteilen. Der vermögenswerte Vorteil muss keine "Marktgängigkeit" besitzen, es ist für eine Einnahme nicht erforderlich, dass der StPfl über die Zuwendung weiterverfügen u den erlangten geldwerten Vorteil in Geld umsetzen kann, vgl BFH v 09.03.1990, VI R 48/87, BStBl II 1990, 711.

 

Rn. 34

Stand: EL 128 – ET: 06/2018

Güter iSd § 8 Abs 2 S 1 EStG sind zB

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