Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / 6. Begrenzung auf einen Veräußerungsgewinn
 

Rn. 146

Stand: EL 135 – ET: 04/2019

Erzielt der StPfl in einem VZ mehrere Veräußerungsgewinne iSd § 34 Abs 2 Nr 1 EStG, kann er den Durchschnittssteuersatz nur für einen Veräußerungsgewinn beantragen, § 34 Abs 3 S 5 EStG.

Dadurch wird ausgeschlossen, dass der StPfl in einem VZ einen nicht ausgeschöpften Höchstbetrag bei einem Veräußerungsgewinn auf einen anderen Veräußerungsgewinn überträgt und insoweit die Begünstigung nochmals in Anspruch nimmt.

Veräußert der StPfl bei einer doppelstöckigen PersGes den Mitunternehmeranteil an der Obergesellschaft, liegen zwei Veräußerungstatbestände vor, dh, die Ermäßigung nach § 34 Abs 3 EStG wird nach Wahl des StPfl – wie der Freibetrag nach § 16 Abs 4 EStG – entweder für den Veräußerungsgewinn an der Obergesellschaft oder an der Untergesellschaft gewährt, s § 16 Rn 241; glA Wacker in Schmidt, § 16 EStG Rz 582 (37. Aufl); aA Sieker in K/S/M, 34 EStG Rz C 19 (November 2016); Horn in H/H/R, § 34 EStG Rz 83 (Dezember 2015) unter Bezugnahme auf R 34.5 Abs 2 S 5 EStR 2012: Es liegt für die Anwendung des § 34 EStG ein einheitlich zu beurteilender Veräußerungsvorgang vor.

Wird iRd Veräußerung eines Einzelunternehmens ein in dessen BV enthaltener Mitunternehmeranteil (mit-)veräußert, ist die Anwendbarkeit des § 34 Abs 3 EStG für beide Vorgänge getrennt zu beurteilen. Sind die Voraussetzungen für beide Vorgänge gegeben, hat der StPfl ein Wahlrecht, für welchen Vorgang er § 34 Abs 3 EStG beantragt, vgl R 34.5 Abs 2 S 3 u 4 EStR 2012.

 

Rn. 147–149

Stand: EL 135 – ET: 04/2019

vorläufig frei

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Steuer Office Gold. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Steuer Office Gold 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge