Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / 12. Verdeckte Gewinnausschüttung

Schrifttum:

Dötsch/Pung/Möhenbrock, Die Körperschaftsteuer, Loseblattsammlung, Band 2 zu § 8 Abs 3 KStG, Teil C: Die Grundregeln der vGA, Teil D: Die Hauptfallgruppen der vGA.

Thiel, Die vGA im Spannungsfeld zwischen Zivil- u Steuerrecht, DStR 1993, 1801;

Apitz, Die ­Bedeutung der Kenntnis von ungerechtfertigten Zuwendungen an nahestehende Personen des beherrschenden Gesellschafters für eine vGA, DStZ 1993, 42;

Wassermeyer, Der Fremdvergleich als Tatbestandsmerkmal der vGA, DB 1994, 1105;

Paus, Die "kurzfristige" Pensionszusage als vGA, DStZ 1995, 695;

Natschke, VGA bei Gewinntantiemen, StB 1996, 177;

Lawall, Wettbewerbsverbot des Einmann-GmbH-Gesellschafters, DStR 1996, 605;

Korn/Stahl, GmbH u Gesellschafter: Steueroptimale Gestaltungen u Formulierungen, NWB 1999 F 4, 4291;

Söffing, VGA bei nahestehenden Personen, DStZ 1999, 885;

Ottersbach, VGA durch Leistung an nahestehende Personen eines Gesellschafters, NWB 2001/38 F 4, 4435;

Korn, Neue Beratungsaspekte zu vGA, KÖSDl 2001, 12 811;

Dörner, VGA sowie Leistungen zwischen KapGes u Gesellschafter nach dem Halbeinkünfteverfahren, INF 2001, 76;

Paus, VGA wegen unüblicher Vereinbarungen mit einem Minderheitsgesellschafter, GmbH-RdSch 2001, 328;

Kohlhepp, Die Korrespondenzprinzipien der vGA, DStR 2007, 1502;

Schulte/Behnes, ABC der vGA, BB 2007, Special 09 – 10;

Zimmers, Zur Zurechnung einer durch einen Angehörigen verursachten vGA beim GmbH-Gesellschafter, GStB 2008, 61;

Janssen, Die vGA, NWB 2008, 811;

Binz, VGA – gestern u morgen – Belastungswirkungen an einem praktischen Bsp; DStR 2008, 1820;

Gebel/Merz, Die Unterhaltung von WG im privaten Interesse des Gesellschafters – Inkongruente Besteuerung der vGA aus Gesellschafts- u Gesellschafterebene?, DStZ, 2011, 145;

Breier/Sejdija, Ertragsteuerliche Zurechnung von vGA, GmbHR, 2011,290;

Janssen, Gesellschafter-Geschäftsführer: Angemessenheit der Gesamtvergütung kritisch prüfen!, GStB, 2011, 327;

Tiede, Langfristige unentgeltliche Darlehen an Gesellschafter – Abzinsung, Teilwertabschreibung u vGA, StuB 2012, 506;

Rath, Zimmers, Das angemessene GmbH-Geschäftsführergehalt: Mit Gehaltsstrukturuntersuchungen zum Erfolg!, GStB 2012, 135;

Krudewig, Firmenwagen beim GmbH-Gesellschafter: Arbeitslohn, Miete o vGA, BB 2013, 220.

Verwaltungsanweisungen:

BMF v 06.08.1981, BStBl I 1981, 599 (KSt-rechtliche u ESt-rechtliche Behandlung der Rückzahlung vGA);

BMF v 14.10.2002, BStBl I 2002, 972 (Angemessenheit der Gesamtbezüge eines Gesellschafter-Geschäftsführers);

BMF v 09.12.2002, BStBl I 2002, 1393 (Pensionszusagen an Gesellschafter-Geschäftsführer;

Vereinbarung einer sofortigen ratierlichen Unverfallbarkeit – Länge des Erdienungszeitraums);

BMF v 09.04.2013, BStBl I 2012, 478 (Private Kfz-Nutzung durch den Gesellschafter-Geschäftsführer einer KapGes).

a) Allgemeiner Begriff

 

Rn 282

Stand: EL 101 – ET: 09/2013

Gem § 20 Abs 1 Nr 1 S 2 EStG gehören zu den sonstigen Bezügen auch vGA. Diese Regelung wurde durch das StRefG 1990 neu eingefügt. Der Begriff der vGA ist weder im EStG noch im KStG definiert. Vielmehr ergeben sich die Tatbestandsvoraussetzungen aus der bis heute umfangreichen Rspr. Aufgrund der unveränderten gesetzlichen Formulierung in § 8 Abs 3 KStG hat der Gesetzgeber die von der Rspr entwickelte Begriffsbestimmung gebilligt.

 

Rn 283

Stand: EL 101 – ET: 09/2013

Gesellschafter u Gesellschaften können jede Art von Rechtsbeziehungen ausüben. Abzugrenzen sind dabei jeweils Leistungen aus einem Gewinnbezugsrecht, dass sich durch die Gesellschafterstellung ergibt u solche, die durch andere Rechtsgeschäfte begründet sind. Durch die vGA soll die betriebliche von der gesellschaftlichen Sphäre abgegrenzt werden.

Tatbestand u Rechtsfolgen der vGA sind nicht nur an die Rechtsform der KapGes geknüpft. Die Rspr hat vGA auch bei

- Sparkassen (BFH BStBl II 1983, 150),
- Eigenbetrieben u Betrieben gewerblicher Art von Körperschaften des öff Rechts (BFH BStBl II 1990, 237),
- Genossenschaften (BFH BStBl II 1984, 272) u
- vergleichbaren ausl Gesellschaften (BFH BStBl II 1993, 399)

bejaht. Leistungen eines rechtsfähigen Vereins führen demgegenüber auch dann nicht zu vGA, wenn sie unangemessen sind. Die Annahme einer vGA setzt nämlich die Beteiligung des Empfängers an der gewährenden Körperschaft voraus (BFH BStBl II 1987, 643).

Hinsichtlich der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (BFH BStBl II 1992, 429) ist § 20 Abs 1 Nr 9 EStG einschlägig.

b) Abgrenzung KStG u EStG, Korrespondenzprinzip

 

Rn 284

Stand: EL 101 – ET: 09/2013

Der I. Senat des BFH hat in seiner Entscheidung v 01.02.1989 (BFH BStBl II 1989, 475, 522) die bisherige Rspr geändert u die vGA aus Sicht der Körperschaft wie folgt definiert:

Zitat

Eine vGA iSd § 8 Abs 3 S 2 KStG ist bei einer KapGes eine Vermögensveränderung (verhinderte Vermögensmehrung), die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt u in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht.

Diese Definition der vGA ist inzwischen st Rspr geworden (zB s BFH BStBl II 1996, 383). Die KStR haben sie übernommen (R 36 Abs 1 KStR 2004).

 

Rn 285

Stand: EL 101 – ET: 09/2013

Mit Urt v 01.02....

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