Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / E. § 15a Abs 5 Nr 4 EStG: Unternehmer mit haftungslosen Verbindlichkeiten
 

Rn. 47

Stand: EL 131 – ET: 10/2018

Mit dieser Vorschrift wurde kein zusätzlicher Geltungsbereich für die Anwendbarkeit von § 15a EStG geschaffen, weil haftungslose Darlehen, die nur aus künftigen Verwertungserlösen o Gewinnen zu tilgen sind (sog non recourse loans; zB bei Besserungsschein), ohnehin nicht passivierungsfähig sind (§ 5 Abs 2a EStG idF StBereinG 1999; s BFH BStBl II 2005, 581; 1990, 71; 1980, 741; BFH/NV 1990, 423; BT-Drucks 8/3648, 18; Gross/Fink, BB 1991, 1379.

Anders war dies bis zum In-Kraft-Treten des StBereinG 1999 noch für folgende Verbindlichkeiten:

(1) Tilgung nur aus Erlösen zB aus der Verwertung von Schutzrechten an Filmen: X. Senat des BFH v 20.09.1995, BStBl II 1997, 320; IV. Senat des BFH v 17.12.1998, BStBl II 2000, 116 u
(2) die als AK für erworbene WG zu werten sind: VIII. Senat des BFH v 14.06.1994, BStBl II 1995, 246.

Anders für Verbindlichkeiten mit Rangrücktritt: Passivierungspflicht u damit grundsätzlich Basis eines Verlustausgleichs: BFH BStBl II 1990, 71 (mwN Carle, KÖSDI 1990, 8180, 8182; Schwedhelm, DStR 1991, 73; Sender, GmbHR 1992, 157; Janka/Löwenstein, DB 1992, 1648).

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