Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / Schrifttum:

Groh, Nach der Aufgabe der Geprägetheorie, DB 1984, 2373;

Schulze/Osterloh, Die Qualifizierung der Einkünfte einer vermögensverwaltenden PersGes, DStZ 1985, 315;

Herzig/Kessler, Die begrenzte Steuerrechtsfähigkeit von Personenmehrheiten, DB 1985, 2476, 2528;

Uelner, Folgerungen aus der Aufgabe der Gepräge-Rspr durch den BFH, StbJb 1985/86, 237, 250;

Mellwig, Vermögensverwaltung: Bewährungsprobe für das neue Steuerrecht der PersGes, DB 1985, 2066, 2120;

Coen, Einkünfteermittlung bei geschlossenen Immobilienfonds, WPg 1985, 380;

Anders, Die Einkunftsarten der sog Zebragesellschaften, INF 1988, 175;

Baum, Gesonderte u einheitliche Feststellung der Einkünfte bei sog Zebragesellschaften, NWB 1993, F 2, 5947;

Kohlhaas, Gewerblicher Grundstückshandel u Gewinnfeststellungsbescheide bei Zebragesellschaften – zugleich Anmerkung zum BFH-Urt v 11.07.1996, IV R 103/94 –, DStR 1997, 93;

Söffing, Die Zebragesellschaft – zugleich Anmerkung zum BFH-Urt v 11.12.1997, III R 14/96 –, DB 1998, 896;

Kohlhaas, Die Einkünftezuordnung bei Zebragesellschaften durch das Wohnsitz-FA – krit Anmerkungen zur Rspr des III. Senats des BFH, DStR 1999, 1722;

Serafini, Verkauf von "17er Anteilen" durch vermögensverwaltende PersGes, GStB 2000, 389;

Kollruss, Anrechnung der GewSt auf die ESt bei gewerblich beteiligten Gesellschaftern einer Zebragesellschaft, INF 2001, 715;

Strahl, Vermögensverwaltende PersGes im Ertragsteuerrecht, KÖSDI 2001, 12 802;

Zähle, Die Umqualifizierung der Einkünfte eines betrieblich an einer Zebra-Gesellschaft beteiligten Gesellschafters – Anm zum Vorlagebeschluss BFH v 30.10.2002, IX R 80/98, DStR 2003, 1328;

Lüdicke, Mehrstufiges Feststellungsverfahren bei Zebragesellschaften – München locuta causa finita? – Anm zum Beschluss des GrS des BFH v 11.04.2005, GrS 2/02 –, DB 2005, 1813;

Demuth/Klingbeil, Bilanzierungspflicht von vermögensverwaltenden Personenhandelsgesellschaften?! (HGB), DStR 2009, 2537;

Pyszka, Ausübung steuerlicher Bilanzierungsrechte bei vermögensverwaltenden PersGes, DStR 2010, 1372;

Levedag, Einbringung u Einlage von PV in vermögensverwaltende u gewerbliche PersGes, GmbHR 2013, 243;

Fröhlich, Erweitere Grundstückskürzung bei Beteiligung an Zebragesellschaften: Steht eine neue Entscheidung des BFH bevor?, DStR 2013, 377;

Brinkmann, Zebragesellschaften u ihre Beteiligten in der Außenprüfung, StBp 2017, 329;

Deh, Vermögensverwaltende "Zebra-GbR" wird durch Betriebsaufspaltung infiziert, GStB 2017, 245.

Verwaltungsanweisungen:

BMF v 29.04.1994, BStBl I 1994, 282;

BMF v 16.01.1996, FR 1996, 184;

BMF v 27.12.1996, BStBl I 1996, 1521 (Nanw-Erlass);

BMF v 08.06.1999, BStBl I 1999, 592 (Nanw-Erlass);

BMF v 17.07.2007, BStBl I 2007, 542 Tz 20;

OFD Ffm v 02.9.2015, S 2256 A – 41 – St 213, DStR 2015, 2554 (Tz 1.2.3 zur nicht vorzunehmenden einheitlichen u gesonderten Feststellung).

 

Rn. 164

Stand: EL 136 – ET: 06/2019

Bei der sog Zebragesellschaft handelt es sich um

  • eine ausschließlich vermögensverwaltend (VuV, KapVerm) tätige PersGes,
  • die nicht wegen ihrer Rechtsform iSd § 15 Abs 3 Nr 2 EStG gewerblich geprägt ist u nicht als Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung gewerbliche Einkünfte erzielt (s Rn 29, zu (3) u s Rn 300) u
  • bei der sich Anteile im BV von mindestens einem beteiligten Gesellschafter befinden, dh bei der anteilige Einkünfte als gewerbliche Einkünfte zu qualifizieren sind.

Dies kommt häufig vor bei der Beteiligung einer KapGes, die schon kraft Rechtsform gewerbliche Einkünfte hat, an einem geschlossenen Immobilienfonds in der Rechtsform der GbR. Doch auch wenn eine vermögensverwaltende Beteiligung im BV eines Einzelunternehmens (zB eines Grundstückshändlers, s BFH BFH/NV 2001, 254) o einer gewerblich tätigen o geprägten PersGes o im Sonder-BV eines beteiligten Gesellschafters bei einer anderen gewerblich tätigen PersGes gehalten wird, liegt eine Zebragesellschaft vor.

Die Zebragesellschaft wird nach hM grundsätzlich als Kaufmann iSv § 6 Abs 1 HGB beurteilt u wäre danach nach den §§ 238ff HGB bilanzierungspflichtig, was über § 140 AO dann auch für das Steuerrecht gälte u den Verwaltungsaufwand erhöht, wenn nicht ohnehin wegen einer vertraglichen Rechenschaftslegungspflicht freiwillig bilanziert wird: aber s Demuth/Klingbeil, DStR 2009, 2537 mit beachtlichen Gegenargumenten; aA Brinkmann, StBp 2017, 329, weil § 140 AO Gewinneinkünfte voraussetze.

Bei den gewerblich beteiligten Gesellschaftern einer Zebragesellschaft findet § 15 Abs 1 S 1 Nr 2 S 1 EStG keine Anwendung, denn die Anwendung dieser Vorschrift setzt voraus, dass es sich um eine mitunternehmerische PersGes handelt, was auf eine Zebragesellschaft nicht zutrifft. Sonder-BV u Sondervergütungen scheiden somit aus: BFH v 07.04.1987, BStBl II 1987, 707 zu 1.b.; glA Söffing, DB 1998, 896 zu VI.1.c; ebenso gibt es auf der Ebene der Zebra-PersGes keine Ergänzungsbilanzen (s Rn 60, Rn 64), entsprechende Sachverhalte werden beim betrieblich beteiligten Gesellschafter in seinem originären BV abgebildet: so zu Recht Brinkmann, StBp 2017, 329, 330.

Bei der steuerlichen Be...

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