Frotscher/Drüen, KStG § 14 ... / 4.1.3.1.3 Schema
 

Rz. 575

Im Übrigen erfolgt die Ermittlung des Einkommens der Organgesellschaft nach dem auch sonst üblichen Schema. Dieses Schema stellt sich im Fall einer Organgesellschaft folgendermaßen dar. Berücksichtigt sind nur organschaftsrechtliche Besonderheiten

 
  Handelsbilanzgewinn
± Korrekturen, die sich aus der Steuerbilanz ergeben
  Steuerbilanzgewinn
+ nicht abzugsfähige Ausgaben
./. Erstattung von nicht abzugsfähigen Ausgaben
./. nicht der KSt unterliegende Vermögensmehrungen, die nach der Bruttomethode bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen sind
(z. B. InvZul)
+ an den Organträger abgeführter Jahresüberschuss

./.

+

vom Organträger übernommener Jahresfehlbetrag

negative Einkünfte der Organgesellschaft, die auch in einem ausländischen Staat abgezogen werden können

./.

./.

./.

=

Einkommen der Organgesellschaft ohne Berücksichtigung der organschaftlichen Einkommenszurechnung

20/17 der Ausgleichszahlungen und verdeckten Gewinnausschüttungen der Organgesellschaft an außenstehende Anteilseigner

3/17 der von dem Organträger geleisteten Ausgleichszahlungen an außenstehende Anteilseigner (= Steuerbelastung der Organgesellschaft)

Übertragungsgewinn bei Verschmelzung und Aufspaltung der Organgesellschaft

dem Organträger zuzurechnendes Einkommen

./.

+

dem Organträger zuzurechnendes Einkommen der Organgesellschaft

vom Organträger geleistete Ausgleichszahlungen
  Eigenes Einkommen der Organgesellschaft (i. d. R. 0, sonst: Summe der von der Organgesellschaft und dem Organträger geleisteten Ausgleichszahlungen/verdeckten Gewinnausschüttungen an Minderheitsgesellschafter einschließlich der Steuerbelastung; Übertragungsgewinn bei Verschmelzung und Aufspaltung der Organgesellschaft.)
 

Rz. 576

Insgesamt lässt sich daher sagen, dass die Einkommensermittlung der Organgesellschaft zwar in den Grundzügen dem § 8 KStG folgt, dass aber bes. Regelungen (Zurechnung des abgeführten Jahresüberschusses, Ausschluss des Verlustabzugs, Abrechnung des dem Organträger zuzurechnenden Einkommens) es erlauben, von einer organschaftlich bedingten Art der Einkommensermittlung zu sprechen.

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