Reuber, Die Besteuerung der... / 2. Vorsteuerabzug bei nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und Kosten der privaten Lebensführung
 

Tz. 91

Stand: EL 103 – ET: 06/2017

Nach § 15 Abs. 1a Satz 1 UStG (s. Anhang 5) sind Vorsteuerbeträge, die auf Aufwendungen entfallenen, für die das Abzugsverbot nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1–4, 7, Abs. 7 (s. Anhang 10) oder § 12 Nr. 1 EStG (s. Anhang 10) greift, nicht abziehbar.

 

Tz. 92

Stand: EL 103 – ET: 06/2017

Soweit diese Kosten teilweise nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig sind, ist der Vorsteuerabzug auf die als abzugsfähige Betriebsausgaben zulässigen Beträge i. S. d. EStG beschränkt.

  • Geschenke

    – keine Geldgeschenke –

    Der Vorsteuerabzug ist ausgeschlossen, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten > 35 EUR betragen. Die Freigrenze ist für Zwecke des Umsatzsteuerrechts auf das jeweilige Kalenderjahr bezogen. Bei der Prüfung der Freigrenze von 35 EUR sind Geldgeschenke einzubeziehen (s. Abschn. 15.6 Abs. 4 UStAE).

    Der Vorsteuerausschluss und die Freigrenze gelten nicht nur für Sachgeschenke, sondern auch für Geschenke in Form anderer geldwerter Vorteile (z. B. Eintrittsberechtigungen zu kulturellen und sportlichen Veranstaltungen). S. auch Abschn. 15.6 Abs. 4 und 5 UStAE.

  • Bewirtungskosten

    Aus ertragsteuerlicher Sicht können nur 70 % der Aufwendungen als Betriebsausgaben abgezogen werden.

    Vorsteuerbeträge aus Bewirtungsaufwendungen können aber zu 100 % geltend gemacht werden. Das gilt auch für zurückliegende Veranlagungszeiträume (s. BFH vom 10.02.2005, BStBl II 2005, 509 und s. BMF vom 23.06.2005, AZ: IV A 5 – S 7303a – 18/05). S. auch Abschn. 15.6 Abs. 6 UStAE.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge