Reuber, Die Besteuerung der... / III. Verzicht auf die Übungsleiterentschädigung mit gleichzeitigem Spendenabzug
 

Tz. 62

Stand: EL 111 – ET: 04/2019

Lässt sich der Übungsleiter sein Honorar auszahlen und spendet er diesen Betrag anschließend an den Verband/Verein zurück, kann der zugewendete Betrag unter folgenden Bedingungen als Spende i. S. v. § 10b EStG (Anhang 10) zum Abzug gelangen:

Außerdem muss der Verband/Verein in der Lage sein, die geschuldete Aufwandsentschädigung auch tatsächlich zu leisten.

 

Beispiel:

Übungsleiter U ist verheiratet. Er erhielt vom Turnverein T für das Jahr 01 ein Honorar (Aufwandsentschädigung) i. H. v. 1 700 EUR. Da der Verein finanziell sehr stark durch Ausgaben belastet wird, wendet U den Betrag seinem Turnverein im Rahmen einer Aufwands-/Zuwendungsspende zu und erhält hierfür eine Zuwendungsbestätigung. Er übt seine Tätigkeit selbständig aus. Das Einkommen besteht lediglich aus Arbeitslohn. Der Arbeitslohn lt. Lohnsteuerkarte bzw. den Lohnsteuerabzugsmerkmalen beträgt 40 000 EUR. Der Gesamtbetrag der Einkünfte wurde auf 35 000 EUR festgestellt.

Ergebnis:

 
Einnahmen 1 700 EUR
./. Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG (nhang 10) 1 700 EUR
steuerlich wirken sich aus    0 EUR
Spendenabzug  

Höchstbetrag nach § 10b EStG (Anhang 10)

20 % von 35 000 EUR
7 000 EUR
Zuwendungen/Spenden, die als Sonderausgaben abzugsfähig sind, liegen in Höhe von 1 700 EUR

vor.

Wichtig:

Das Beispiel zeigt, dass U einen erheblichen steuerlichen Vorteil genießt, weil durch Abzug des Freibetrages nach § 3 Nr. 26 EStG (Anhang 10) keine Versteuerung des Honorars erfolgt, aber ein Zuwendungs-/Spendenabzug als Sonderausgaben in gleicher Höhe vorgenommen werden kann, der sich bei ihm steuerlich auswirkt.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge