Reuber, Die Besteuerung der... / 8. E-Bilanzen
 

Tz. 10

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

§ 5b EStG (Anhang 10) etabliert durch das Steuerbürokratieabbaugesetz (BStBl I 2009, 124) die sog. E-Bilanz. Verlangt wird, dass Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung durch Datenfernübertragung übermittelt werden. Entsprechend besteht bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG (Anhang 10) eine Verpflichtung nach § 60 Abs. 4 EStDV (Anhang 11).

Zur Erstellung der E-Bilanz besteht ein Klassifikationsschema (Taxonomie), welches grundsätzlich über die Gliederungen nach HGB hinausgeht (vgl. Weber-Grellet, in: Schmidt, EStG, Tz. 1 zu § 5 EStG).

Für steuerbegünstigte Körperschaften wurde zugelassen, dass E-Bilanzen erst für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2014 beginnen, übermittelt werden (BMF vom 28.09.2011, BStBl I 2011, 855).

Steuerbegünstigte Körperschaften trifft die Abgabeverpflichtung im Grundsatz nur, wenn ein steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb unterhalten wird und dieser die Besteuerungsfreigrenze von derzeit 35 000 EUR (§ 64 Abs. 3 AO, Anhang 1b) übersteigt (LFD Thüringen vom 25.10.2013, S 2133b A-02-A 3.18 (S)). In diesen Fällen erstreckt sich bei steuerbefreiten Körperschaften die Übermittlungspflicht nur auf den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (BMF vom 19.12.2013, DStR 2014, 100).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge