Reuber, Die Besteuerung der... / 9. Einsatz ausländischer Profi-Sportler
 

Rz. 101

Stand: EL 105 – ET: 12/2017

Werden von Vereinen anlässlich von Veranstaltungen ausländische Profi-Sportler eingesetzt und erhalten sie vom Verein für die Teilnahme Vergütungen (Handgelder, Erfolgsprämien, Preisgelder etc.), so haftet der Verein für die Einkommen- und Umsatzsteuer dieser Profi-Sportler (Berufssportler).

9.1 Einkommensteuer

 

Rz. 102

Stand: EL 105 – ET: 12/2017

Zur Problematik der Abzugsteuer für beschränkt Steuerpflichtige s. "Beschränkte Steuerpflicht bei Darbietungen".

9.2 Umsatzsteuer

 

Rz. 103

Stand: EL 105 – ET: 12/2017

Treten ausländische Sportler im Inland auf, erbringen sie im Regelfall auch eine sonstige Leistung i. S. v. § 1 Abs. 1 Nr. 1, §§ 2, 3 Abs. 9 UStG (Anhang 5). Steuerschuldner sind aber nicht die ausländischen Sportler, vielmehr schuldet der Verband/Verein als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer (s. § 13b Abs. 2 Nr. 1, Abs. 5 und 6 UStG, Anhang 5). Diese Regelung gilt für Zahlungen, die seit dem 01.01.2002 getätigt wurden. Der Verband/Verein kann die von ihm nach § 13b Abs. 2 Nr. 1 UStG (Anhang 5) geschuldete Umsatzsteuer unter den allgemeinen Voraussetzungen des § 15 UStG (Anhang 5) als Vorsteuer absetzen (s. § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG, Anhang 5). Der Abzug kann insbesondere dann erfolgen, wenn er die Leistungen des ausländischen Sportlers für seinen unternehmerischen Bereich verwendet und nicht zur Erzielung von steuerfreien Umsätzen. Zur Problematik der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers s. auch BMF vom 05.12.2001, BStBl I 2001, 1013.

Zu versteuern sind neben den Barvergütungen auch etwaige geldwerte Vorteile (Fahrkostenerstattungen, Kosten der Unterkunft etc.).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge