Reuber, Die Besteuerung der... / 2.3.2 Sportliche Veranstaltungen mit bezahlten Sportlern
 

Rz. 106e

Stand: EL 105 – ET: 12/2017

Gewinne (Überschüsse) aus "sportlichen Veranstaltungen", an denen bezahlte Sportler teilgenommen haben, sind bei ausgeübten Optionsrecht ebenfalls getrennt zu ermitteln, weil es sich um einen steuerschädlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb i. S. v. § 14 AO (Anhang 1b) handelt und die Voraussetzungen des § 67a Abs. 3 AO (Anhang 1b) nicht mehr erfüllt sind. Gegenüberzustellen sind alle Einnahmen und Ausgaben, die anlässlich der "sportlichen Veranstaltungen" mit bezahlten Sportlern angefallen sind:

 
Einnahmen 7 100 EUR
./. Ausgaben  7 700 EUR
Verlust ./. 600 EUR

Es sind Besteuerungsgrundlagen festzustellen, weil die Bruttoeinnahmen nach Saldierung der Einnahmen aus den beiden wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben 37 100 EUR betragen und somit die Besteuerungsfreigrenze von 35 000 EUR überschreiten (s. § 64 Abs. 3 AO, Anhang 1b).

Körperschaft- und Gewerbesteuer ist nicht festzusetzen, weil aus ertragsteuerlichen Gründen das Ergebnis aus allen steuerschädlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben zu saldieren ist (Saldierungsgebot). S. AEAO zu § 64 Abs. 2 AO TZ 14, Anhang 2. Das saldierte Ergebnis beträgt + 2 700 EUR Gewinn.

Der Freibetrag bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer beträgt einheitlich 5 000 EUR und wird hier nicht überschritten.

Da das Gesamtergebnis aus allen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben (hier: aus Vereinsgaststätte und sportlichen Veranstaltungen mit bezahlten Sportlern) positiv ist, kann für das Jahr 01 die Steuerbegünstigung wegen Gemeinnützigkeit für den Sportverein durch die zuständige Finanzbehörde anerkannt werden. Im Übrigen wurde der Nachweis der tatsächlichen Geschäftsführung durch die ordnungsgemäße Aufzeichnung der Einnahmen und Ausgaben erfüllt (s. § 63 Abs. 3 AO, Anhang 1b).

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