Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Schätzung

Stand: EL 98 – ET: 11/2015

Werden Steuererklärungen von den Vereinen nicht bzw. nicht termingerecht abgegeben, können die Besteuerungsgrundlagen (Höhe des Umsatzes, Gewinn usw.), nicht die Steuer, im Wege einer Schätzung i. S. v. § 162 AO (s. Anhang 1b) ermittelt werden. Schätzungsgrundlagen können die Ergebnisse der Vorjahre sein.

Eine Schätzung von Besteuerungsgrundlagen ist für einen Verband/Verein immer ein Nachteil. U.a. kann durch die Nichtabgabe von Steuererklärungen und die daraus resultierende Schätzung die Steuerbegünstigung wegen Gemeinnützig-, Mildtätig- oder Kirchlichkeit gefährdet werden. D.h., das Finanzamt kann die Steuerbegünstigung versagen.

Die Versagung der Steuerbegünstigung hat zur Folge, dass der Verband/Verein künftig keinerlei Zuwendungen/Spenden vom Zuwendungsgeber in Empfang nehmen kann, die den Abzug als Sonderausgaben (s. § 10b Abs. 1 EStG, Anhang 10) rechtfertigen, und für den Verband/Verein kommen Steuerbegünstigungen der Einzelsteuergesetze nicht mehr in Betracht. Verbände/Vereine sind dann in solchen Fällen nicht mehr steuerbegünstigt.

Beachte!

Auch Zuschüsse, die von der öffentlichen Hand gewährt wurden, werden dann von den Zuschussgebern zurückgefordert. Auf zivilrechtlichem Wege können aber auch die Zuwendenden (Spender) die geleistete Zuwendung/Spende zurückfordern, wenn die Steuerbegünstigung aberkannt wird.

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