Von Sterbegeldversicherung getragene Beerdigungskosten

Das FG Münster stellte klar, dass Beerdigungskosten, soweit sie durch eine von der Erblasserin abgeschlossene Sterbegeldversicherung geleistet werden, nicht als Erbfallkosten abzugsfähig sind, wenn der Versicherungsanspruch an ein Bestattungsunternehmen abgetreten wurde.

Beerdigungskosten bei der Erbschaftsteuerveranlagung

Vor dem FG klagten zwei Geschwister, die gemeinsam Erben ihrer im Jahr 2019 verstorbenen Tante wurden. Eine Sterbegeldversicherung, die von der Tante abgeschlossen wurde, übernahm einen Teil der Beerdigungskosten. Der Auszahlungsanspruch wurde bereits zu Lebzeiten an das Bestattungsunternehmen abgetreten. Die Kläger wollten die Beerdigungskosten bei der Erbschaftsteuerveranlagung geltend machen – dabei berechneten sie auch den von der Versicherung übernommenen Teil mit ein. Das Finanzamt lehnte dies ab. Auch die Klage blieb erfolglos. Der von der Versicherung getragene Teil der Beerdigungskosten ist nicht abzugsfähig. Die tatsächlichen Kosten überstiegen den Pauschbetrag nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 2 ErbStG nicht.

FG Münster, Urteile v.  19.8.2021, 3 K 1551/20 Erb und 3 K 1552/20 Erb, veröffentlicht am 15.9.2021

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