Die umfangreiche Reform des Investmentsteuergesetzes stellt die Praxis vor Herausforderungen, so beispielsweise in Bezug auf wichtige Fristen. Bild: MEV Verlag GmbH

Die Finanzverwaltung bezieht Stellung zur Frist für die Veröffentlichung der Besteuerungsgrundlagen nach § 56 Absatz 1 Satz 4 InvStG.

Durch die Reform des Investmentsteuergesetzes sind zum 1.1.2018 zahlreiche Neuregelungen in Kraft getreten. Viele Einzelfragen zur Anwendung sind jedoch nun noch offen. 

Gilt die Frist nach § 56 Absatz 1 Satz 3 InvStG auch für Investmentfonds? 

In dem aktuellen Schreiben wird erläutert, dass § 56 Absatz 1 Satz 4 InvStG die Frist für die Veröffentlichung der Besteuerungsgrundlagen für die nach § 56 Absatz 1 Satz 3 InvStG fingierten Rumpfgeschäftsjahre von vier auf zwölf Monate verlängert. So wird ermöglicht, den sich zum Jahresende 2017 zusammenballenden Aufwand für die Erstellung und Testierung von Besteuerungsgrundlagen zeitlich zu strecken. Das BMF stellt klar, dass aufgrund dieses Zweckes § 56 Absatz 1 Satz 4 InvStG über seinen Wortlaut hinaus auch auf Investmentfonds mit kalenderjahrgleichem Geschäftsjahr anzuwenden ist. 

In dem Schreiben wird bereits darauf hingewiesen, dass eine Frage zur Verschmelzung von ausländischen Investmentfonds zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden wird.

BMF, Schreiben v. 9.8.2018, IV C 1 - S 1980-1/16/10010 :020

Schlagworte zum Thema:  Investmentsteuergesetz, Investmentfonds, Frist

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