Das FinMin Niedersachsen ist zentraler Ansprechpartner des Bundes für den automatischen internationalen Datenaustausch mit dem sog. InKA-Verfahren.

"InKA" steht für Informations- und Kommunikationsaustausch mit dem Ausland. Das Verfahren erarbeitet und koordiniert im Bereich des Datenimports die Länderanforderungen für die Weiterleitung der Daten des Bundes an die Länderfinanzbehörden. Außerdem werden konkrete Umsetzungsaufträge für die Erstellung von Software konzipiert. Nordrhein-Westfalen entwickelt das technische Verfahren für die Weiterleitung der Daten an die Finanzämtereinheitlich für alle Länder.

Das FinMin Niedersachsen betont, dass es eine wichtige politische Aufgabe bleibt, Steuerhinterziehung konsequent zu bekämpfen und einer ungewollten internationalen Steuergestaltung zum Schaden der Allgemeinheit einen Riegel vorzuschieben. Mit dem Datenaustausch gehen jedoch in Zukunft große Datenmengen in der Finanzverwaltung ein. Das wird sie vor große Herausforderungen stellen, auch wenn es bei der Prüfung bereits automatisierte Prozesse gibt. Dennoch gibt es auch hohen personellen Aufwand. 

Das FinMin Niedersachsen weist darauf hin, dass laut einer Schätzung des BZSt die Anzahl der zukünftig eingehenden Auslandsmitteilungen bei 7 bis 8 Millionen Datensätzen pro Jahr liegen könnte, deren Relevanz geprüft und die ggf. automatisiert den einzelnen Steuerfällen zugeordnet werden. Die Länder gehen davon aus, dass dies für etwa die Hälfte der Datensätze gelten wird. 

FinMin Niedersachsen, Meldung v. 16.4.2018

Schlagworte zum Thema:  Steuerhinterziehung, Datenaustausch