28.07.2014 | BMF

Umsatzsteuerrechtliche Behandlung des Sponsorings aus Sicht des Sponsors

Wird dem Sponsor das Recht eingeräumt, die Sponsoringmaßnahme im Rahmen eigener Werbung zu vermarkten?
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Nach den Grundsätzen des BMF-Schreibens vom 13.11.2012 ist regelmäßig nicht von einer Leistung des Zuwendungsempfängers an den Sponsor auszugehen, wenn der Empfänger der Zuwendung auf Plakaten, in Veranstaltungshinweisen, in Ausstellungskatalogen, auf seiner Internetseite oder in anderer Weise auf die Unterstützung durch den Sponsor lediglich hinweist.

Dieser Hinweis kann unter Verwendung des Namens, Emblems oder Logos des Sponsors, jedoch ohne besondere Hervorhebung oder Verlinkung zu dessen Internetseiten, erfolgen (Abschn. 1.1 Abs. 23 UStAE).

Weist umgekehrt der Sponsor auf seine Unterstützung ohne besondere Hervorhebung lediglich hin, liegt ebenfalls kein Leistungsaustauschverhältnis vor. Von einem zu vernachlässigenden Hinweis i. d. S. kann jedoch nicht ausgegangen werden, sofern dem Sponsor das ausdrückliche Recht eingeräumt wird, die Sponsoringmaßnahme im Rahmen eigener Werbung zu vermarkten.

Demzufolge werden in Abschn. 1.1 Abs. 23 UStAE nach Satz 2 die folgenden Sätze 3 und 4 angefügt:

3Dies gilt auch, wenn der Sponsor auf seine Unterstützung in gleicher Art und Weise lediglich hinweist. 4Dagegen ist von einer Leistung des Zuwendungsempfängers an den Sponsor auszugehen, wenn dem Sponsor das ausdrückliche Recht eingeräumt wird, die Sponsoringmaßnahme im Rahmen eigener Werbung zu vermarkten.“

Die Grundsätze dieses Schreibens sind in allen ab dem 1.1.2013 verwirklichten Sachverhalten anzuwenden.

BMF, Schreiben v. 25.7.2014, IV D 2 - S 7100/08/10007 :003

Schlagworte zum Thema:  Umsatzsteuer, Sponsoren, Sponsoring, Umsatzsteuer-Anwendungserlass

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