Rentenversicherung

Anzahl der Auslandsrenten stark gestiegen


Aelteres Paar am Strand, lachen

Jedes Jahr fließen Millionen von Rentenüberweisungen ins Ausland. Über die vergangenen Jahrzehnte gab es einen deutlichen Anstieg. Die meisten Empfänger und Empfängerinnen sind dabei aber nicht Deutsche, die im Ausland Leben. 

Vergangenes Jahr zahlte die Rentenversicherung gut 1,7 Millionen Renten ins Ausland, wie aus neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das entspricht dem Vorjahresniveau. Damit gehen rund 6,5 Prozent aller rund 26,2 Millionen Rentenzahlungen ins Ausland. 

Deutlicher Anstieg vor allem über die letzten 20 Jahre

Vor zwanzig Jahren hatte die Zahl der ins Ausland gezahlten Renten noch bei rund 1,4 Millionen gelegen - von 2005 bis 2025 gab es einen Anstieg von rund 20 Prozent. Vor allem viele Menschen aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei, die in den 1960er und 70er Jahren gekommen waren, ließen sich nach ihrer Rückkehr die erworbene Rente ins Heimatland überweisen. 

16 Prozent der Rentenzahlungen gehen an Deutsche im Ausland

Rund 1,24 Millionen Rentenzahlungen gingen demnach in die anderen EU-Länder, mit rund 347.000 die meisten nach Italien, gefolgt von Spanien (190.000) und Österreich (130.000). An Deutsche mit Wohnsitz oder Aufenthalt im Ausland wurden rund 16 Prozent der Auslandsrenten gezahlt. Der Co-Vorsitzende der Bundesvertreterversammlung der Rentenversicherung, Heribert Jöris, wies darauf hin, rechtlich sei sichergestellt, «dass den Menschen keine Nachteile bei der Rente entstehen, wenn sie im Ausland leben und arbeiten».

 

dpa

Schlagworte zum Thema:  Gesetzliche Rente , Rentenversicherung
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