(1) Die Vereinbarung nach § 8 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 muss von den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden mit der Mehrheit der Stimmen aller Mitglieder beschlossen werden.

 

(2) In der Vereinbarung sind Bestimmungen über den Umfang der Gebietsänderung, den Tag der Rechtswirksamkeit und, soweit erforderlich, über die Auseinandersetzung und das in dem betroffenen Gebiet künftig geltende Ortsrecht zu treffen.

 

(3) 1Wird eine Gemeinde in eine andere Gemeinde eingegliedert, muss die Vereinbarung auch Bestimmungen über die befristete Vertretung der eingegliederten Gemeinde bei Streitigkeiten über die Vereinbarung und über die Aufnahme des Bürgermeisters oder von Gemeinderäten der einzugliedernden Gemeinde in den Gemeinderat der aufnehmenden Gemeinde enthalten. 2Sollen nicht alle Gemeinderäte der einzugliedernden Gemeinde in den Gemeinderat der aufnehmenden Gemeinde übertreten, werden die übertretenden Gemeinderäte vom Gemeinderat der einzugliedernden Gemeinde in entsprechender Anwendung des § 42 Abs. 2 bestimmt; die dabei nicht berücksichtigten Bewerber sind in der Reihenfolge, in der sie vorgeschlagen wurden, als Ersatzleute festzustellen.[1]

 

(4) 1Vereinigen sich mehrere Gemeinden zu einer neuen Gemeinde, muss die Vereinbarung auch Bestimmungen über den Namen und die vorläufigen Organe der Gemeinde enthalten. 2Absatz 3 gilt entsprechend.

 

(5[3]) 1Wird auf Grund der Vereinbarung [4]die Ortschaftsverfassung eingeführt, kann abweichend von § 66 Absatz 1 vereinbart werden, dass erstmals nach Einrichtung der Ortschaft die bisherigen Gemeinderäte der bisherigen oder eingegliederten Gemeinde die Ortschaftsräte sind. 2Abweichend von § 68 Absatz 1 Satz 1 kann vereinbart werden, dass dem bisherigen Bürgermeister bis zum Ablauf seiner Amtszeit das Amt des Ortsvorstehers übertragen wird; mit der Übertragung des Amtes ist er stimmberechtigtes Mitglied des Ortschaftsrats. 3Abweichend von § 68 Absatz 1 Satz 3 [5]kann vereinbart werden, dass der Ortsvorsteher, wenn er als Bürgermeister bisher hauptamtlicher Beamter auf Zeit war, hauptamtlicher Beamter auf Zeit ist. 4Endet die Amtszeit nach Satz 2 [6]während der Wahlperiode des Ortschaftsrats, so kann der Ortschaftsrat den Amtsinhaber für die verbleibende Wahlperiode als Ortsvorsteher wiederwählen. 5Die Wiederwahl findet frühestens zwei Monate vor Ablauf der Amtszeit, spätestens am Tage vor Ablauf der Amtszeit statt. 6In diesem Falle bleibt der Ortsvorsteher stimmberechtigtes Mitglied des Ortschaftsrats. 7Er ist zum Ehrenbeamten auf Zeit zu ernennen.

 

(6[7]) 1In der Vereinbarung [8]kann bestimmt werden, dass Bürgermeister oder Beigeordnete der bisherigen Gemeinde zu Beigeordneten der neugebildeten oder der aufnehmenden Gemeinde bestellt werden. 2§ 55 Absatz 1 Satz 3 und § 56 Absatz 2 und 3 sind nicht anzuwenden.

 

(8) (weggefallen)

[1] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Anzuwenden ab 01.01.2018.
[2] Abs. 5 aufgehoben durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Anzuwenden bis 31.12.2017.
[3] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Absatz 6 wird Absatz 5. Geänderte Zählung anzuwenden ab 01.01.2018.
[4] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Anzuwenden ab 01.01.2018.
[5] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Anzuwenden ab 01.01.2018.
[6] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Anzuwenden ab 01.01.2018.
[7] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Absatz 7 wird Absatz 6. Geänderte Zählung anzuwenden ab 01.01.2018.
[8] Geändert durch Zweites Gesetz zur Fortentwicklung des Kommunalrechts. Anzuwenden ab 01.01.2018.

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