Zukunft Personal Europe

ZPE behauptet sich als Branchentreff

Zwischen Wirtschaftskrise und Aufbruchstimmung: Auf der Zukunft Personal Europe 2026 zeigten sich gemischte Gefühle der HR-Branche. Doch die stabilen Aussteller- und Besucherzahlen unterstreichen die Stärke der größten HR-Messe Deutschlands.

ZPE 2026_Podcastbox

Mit einem leichten Plus bei den Aussteller- und Besucherzahlen hat sich die Zukunft Personal Europe (ZPE) auch in diesem Jahr krisenfest gezeigt. Laut Messeveranstalter Closer Still kamen rund 700 Aussteller, Sponsoren und Partner nach Köln. Auch bei den Gästezahlen konnte die Messe mit 25.965 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2026 an den positiven Trend der Vorjahre anknüpfen. 2025 waren es 25.220.

Zukunft Personal Europe mit reichhaltigem Programm

Die Besucherinnen und Besucher konnten an den drei Messetagen unter insgesamt 680 Sessions auf 22 Bühnen und in verschiedenen Lounges ihr Programm zusammenstellen. Mit dem "ZP Impact Lab" und dem "Zukunft Personal Europe Executive Club" mit Executive Lounge haben die Veranstalter in diesem Jahr neue Formate für fachlichen Austausch geschaffen.

"Wer die Messe verlässt, soll einen realistischen Blick darauf gewonnen haben, was die Zukunft der Arbeit für die eigene Rolle bedeutet", formulierte Closer-Still-Marketingchefin Martina Hofmann den Anspruch der ZPE. Tatsächlich zeigte sich die ZPE auch in diesem Jahr als Treffpunkt der Branche und Arbeitsmesse. In den Messehallen waren vorrangig die operativen Entscheiderinnen und Entscheider unterwegs. CHROs und Topmanagement waren weniger stark vertreten und auch im Programm weniger präsent.  

"Team Human x AI": Künstliche Intelligenz auf der ZPE

Auf dem hochkarätig besetzten Podium des Personalmagazins diskutieren Bettina Dietsche (CHRO der Allianz Gruppe), Sandra Durth (Partnerin bei Mc Kinsey) und Paula Wernecke (CHRO bei CMS Deutschland) mit Chefredakteur Matthias Haller über die großen Grundsatzfragen zu KI – und griffen dabei das diesjährige Messemotto "Team Human x AI" auf. Alle drei Podiumsgäste plädierten für einen passgenauen, umsichtigen Umgang mit der Technologie: weg von möglichst holistischer KI-Anwendung und hin zu individuellen Lösungen, die tatsächlich Wert schaffen. 

KI war auch 2026 das bestimmende Thema der Messe. Doch der Gang durch die Messehallen machte deutlich: Während einzelne Vorreiter wie die Allianz Gruppe mit KI Wachstum realisieren, suchen andere nach wie vor nach Tools, um die Technologie einsetzen und ausweisen zu können.

Messeaussteller mit neuen Ideen

Obwohl Recruiting-Anbieter, Jobbörsen sowie Benefit- und Weiterbildungsanbieter mit rückläufigen Umsätzen kämpfen, herrschte in den Hallen und Messegängen reges Treiben. Dass die Wirtschaftslage schwierig ist, zeigte sich unter anderem in den zum Vergleich zum Vorjahr teilweise kleineren Ausstellerflächen. Manche Aussteller beklagten zudem weniger Leads. Dennoch herrschte eher Aufbruch- als Krisenstimmung. Beispielsweise waren viele Benefitanbieter mit neuen Ideen – unter anderem zum E-Auto – vertreten.

 

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