Zuschüsse zur Weiterbildung beliebt – Mentoring noch wenig genutzt
Der Studie im Auftrag des Personaldienstleisters Office Team zufolge bietet die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen ihren Mitarbeitern schon Zuschüsse zur Aus- und Weiterbildung an, um diese an sich zu binden. Diese Zahl wird demnach künftig noch steigen: Weitere 13 Prozent der 200 befragten Personaler planen, den Benefit künftig in ihr Portfolio aufzunehmen. Damit würden künftig rund zwei Drittel der Unternehmen Zuschüsse zur Aus- und Weiterbildung gewähren.
Flexible Arbeitszeitmodelle weiterhin beliebt
Bei den Mitarbeitern dürfte die Investition in Aus- und Weiterbildung auf Gegenliebe stoßen: In einer kürzlich erschienen Studie bewerteten 71 Prozent Personalentwicklungsmaßnahmen als wichtiges Mittel zur Mitarbeiterbindung. Bei den Führungskräften glauben 56 Prozent, dass sich Mitarbeiter mit Personalentwicklung binden lassen, so die Ergebnisse der gemeinsamen Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) in Ludwigshafen und des Personaldienstleisters Hays.
Ähnlich beliebt wie Zuschüsse zu Aus- und Weiterbildung sind der neuen Office-Team-Studie zufolge flexible Arbeitszeiten und Telearbeit: Diese bieten 53 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern. Weitere sieben Prozent planen, künftig flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten.
Somit würden künftig 60 Prozent der Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle zur Mitarbeiterbindung einsetzen. Mit 65 Prozent wären dann künftig Investitionen in die Aus- und Weiterbildung das beliebteste Mittel, um Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten.
Kosten sparen mit Mentoring-Programmen?
Möglicherweise könnten die Unternehmen dabei künftig Kosten sparen, wenn sie mehr auf den Wissensaustausch der Mitarbeiter untereinander setzen würden: Der Umfrage zufolge ist Mentoring in den Unternehmen noch ein wenig erschlossenes Mittel zur Mitarbeiterbindung. Nur 14 Prozent der Unternehmen setzen bisher auf interne Mentoring-Programme zwischen erfahrenen und weniger erfahrenen Mitarbeitern.
Einige HR-Manager haben das Potenzial der Methode schon erkannt: Immerhin 13 Prozent planen, künftig ein solches Programm zu entwickeln.
Dass Mentoring in manchen Branchen schon eine weit verbreitete Methode zur Mitarbeiterförderung ist, hat kürzlich eine Kienbaum-Studie gezeigt: Darin gaben drei Viertel der befragten jungen Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen an, von einem Mentor unterstützt zu werden. Offenbar mit Erfolg: In der Studie offenbart der Großteil der jungen Führungskräfte die Fähigkeit, über die eigenen Fehler zu reflektieren und daraus zu lernen.
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