26.04.2017 | Top-Thema Agile strategische Personalplanung

Agilität in der Personalplanung

Kapitel
Agile strategische Personalplanung lässt vorausschauende Planung im schnellen Wandel zu.
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Die Unternehmenswelt verändert sich schnell und Agilität ist gefragt. Gleichzeitig wird die Ressource Mensch in der wissensbasierten Wirtschaft wichtiger. HR muss darum vorausschauend und schnell den Personalbedarf ermitteln - mithilfe der agilen strategische Personalplanung.

Bisher sieht strategische Personalplanung so aus: Sie ist ein vollkommen linearer Prozess, der jeden Prozessschritt abschließt, bevor der nächste beginnt. Bis der gesamte Prozess durchlaufen ist, kann es bis zu zwei Jahre dauern, bevor HR auf die Frage von Vorstand oder Geschäftsführung nach dem künftigen Mitarbeiterportfolio eine fundierte Antwort geben kann. Bis dahin hat sich das Umfeld wieder verändert.

Agile Methoden für die strategische Personalplanung

Wie lässt sich dieser Konflikt lösen? Dafür haben wir in der strategischen HR-Beratung Human einen anderen Ansatz entwickelt, der die agilen Methoden aus der Softwareplanung nutzt, um den Planungsprozess zu beschleunigen:

  • Wir stellen den künftigen Personalbedarf ganz nach vorne, vor alles andere.
  • Wir identifizieren zu Beginn des Prozesses diejenigen Bereiche, in denen sich das Unternehmen überhaupt verändert.
  • Für diese eingegrenzten Bereiche betrachten wir die Cluster, die davon betroffen sind.
  • In allen anderen Bereichen bleibt die Welt erst einmal, wie sie ist.

Das heißt, wir verzichten im Sinne der Agilität auf einen Gesamtüberblick zu Beginn und erarbeiten zügig Zwischenergebnisse für die Bereiche, die aktuell und über die nächsten Jahre Veränderung erfordern. Diese Zwischenergebnisse sind überprüfbar und geben Auskunft für die weitere Planung.

Sechs Bausteine der agilen strategischen Planung

Konkret gehen wir in dieser agilen strategischen Personalplanung modular vor. Wir haben sechs Bausteine entwickelt. Ausgangspunkt ist immer der Personalbedarf. Aus ihm heraus werden die anderen Bausteine entwickelt.

Vor Baustein 1 gibt es allerdings noch etwas zu leisten: den Grundstein für den Prozess im Bereich zu legen. Damit ein Bereich bereit ist, sich zu beteiligen, gilt es eines vorab sehr gut herauszuarbeiten: Wo liegt der jeweilige Nutzen? Warum soll der Bereich den Aufwand tätigen, in diesen Prozess einzusteigen? Mit dieser Motivation steht und fällt der Erfolg des Vorhabens. Am besten gelingt die Überzeugungsarbeit dann, wenn wir anhand eines Beispielszenarios die Konsequenzen greifbar machen können. Sehr gut geeignet für diese Gespräche sind die HR-Business-Partner, sofern sie ihre Rolle proaktiv ausfüllen. Sie kennen die Bedürfnisse der Geschäftsbereiche gut und können die Auswirkungen der Szenarien einschätzen.

Schlagworte zum Thema:  Personalplanung, Agilität

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