Verdachtskündigung: Vorauss... / 1.1 Objektiver Verdacht

Auch wenn der Verdacht einer Vertragsverletzung durch den Arbeitnehmer das zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses notwendige Vertrauen des Arbeitgebers in die Rechtschaffenheit des Arbeitnehmers zerstören oder auf andere Weise eine unerträgliche Belastung des Arbeitsverhältnisses darstellen kann, müssen an eine Verdachtskündigung strenge Anforderungen gestellt werden, da bei einer solchen Kündigung niemals ganz die Gefahr zu vermeiden ist, dass sie einen Unschuldigen trifft.[1] Dazu gehört, dass der Verdacht objektiv durch bestimmte Tatsachen begründet ist. Allein das Bestehen von Gerüchten oder Vermutungen reicht nicht aus.[2] Die den Verdacht begründenden Tatsachen müssen objektiv zum Zeitpunkt der Kündigung vorliegen.[3] Auf die subjektive Wertung des Arbeitgebers kommt es nicht an.[4] Es ist daher zu überprüfen, ob ein verständiger und gerecht abwägender Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen würde.[5]

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