Durch die Zusammenarbeit in Teams kann in der Regel ein besseres Ergebnis erzielt werden, das mehr ist als die Summe der Einzelleistungen. Damit rückt die Fragestellung in den Vordergrund, wie Teams am besten unterstützt werden müssen, damit diese gute Leistung erbringen, innovativ und anpassungsfähig aber zugleich auch zufrieden und engagiert sind. Somit stellt sich die Frage, welche Faktoren die Leistung, die Zufriedenheit und das Commitment von Teams nachhaltig beeinflussen.

Forschungsergebnisse der Universität St. Gallen zeigen, dass die regelmäßige und strukturierte Analyse und Diskussion anhand der 12 aufgelisteten Faktoren im Team zu einer Verbesserung der Teamreflexion führen. Eine gute Teamreflexion wiederum hilft den Teams, ihre Performance (= angemessene Arbeitsabläufe und Ergebnisse) sowie ihre Belastbarkeit (= angemessene Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse und Lernen aus diesen Erfahrungen) zu verbessern.

Die Checkliste stellt 12 wichtige Schlüssel-Einflussfaktoren vor, die Teams in dynamischen Umfeldern erfolgreicher machen.

Führungskräfte von selbstorganisierten Teams sollten sich fragen:

  • Wie stelle ich das optimale Team zusammen und manage die Zusammensetzung im Zeitverlauf?
  • Wie unterstütze ich das Team beim Finden und Leben ihrer "Spielregeln"?
  • Wie baue ich Vertrauen auf – zu mir und zu den Teammitgliedern untereinander?
  • Wie gewähre ich dem Team maximalen Verantwortungsspielraum – und bin doch trotzdem im Hintergrund als "Notnagel" bereit?
  • Wie definiere ich mich selbst als "Konflikt-Coach"? Wann mache ich Konflikte zum Thema? Wie spreche ich sie an? Moderiere ich oder gebe ich die Bearbeitung in das Team?
  • Wie unterstütze ich die Teammitglieder und das Team beim Lernen und Wachsen?

Teamverantwortung

Bei der erfolgreichen Teamentwicklung von (selbstorganisierten) Teams sollte das Mindset und die Haltung dahinter stehen, dass die Führungskraft die Themen transparent macht und dann maximal mögliche Verantwortung in das Team gibt – immer in Abhängigkeit des Reifegrads des Teams. Brauchen die Teammitglieder mehr Intervention, liefert die Führungskraft diese – aber nur so viel wie gerade nötig. Die Führungskraft ist der klassische Sparringspartner bzw. Teammentor.

Darüber hinaus führt die Führungskraft mit dem Team und den einzelnen Mitgliedern auf deren Stärken fokussierte, wertschätzende und wachstumsorientierte Gespräche und gibt und nimmt konstruktives Feedback. Dies alles ist für viele Führungskräfte eine extreme Herausforderung – sind sie doch völlig anderes Arbeiten gewöhnt. Aber Teampotenziale lassen sich am besten auf der Kommunikations- und Teamebene heben!

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