Suchtprävention / 3 Rauchen im Betrieb

Rauchen unterscheidet sich von anderen Suchtgefahren dadurch, dass es gesellschaftlich weitgehend akzeptiert ist, sodass kaum soziale Nachteile für die Betroffenen entstehen, wenn auch die gravierenden gesundheitlichen Nachteile immer deutlicher öffentlich werden.

Auf betrieblicher Ebene beschränkte sich das Thema lange auf reine Sicherheitsfragen (Brandschutz) sowie die Vermeidung von Belästigungen von Nichtrauchern durch Raucher. Durch die geänderte Gesetzgebung (§ 5 ArbStättV) und eine kritischere öffentliche Meinung kommt dem Nichtraucherschutz als dem Schutz vor einem krebserregenden Stoff jetzt aber eine viel größere Bedeutung zu. Der Schutz vor Tabakrauch ist nun eine verbindliche Pflicht für jeden Arbeitgeber und keine Frage von Akzeptanz und Toleranz innerhalb der Belegschaft.

Dafür kommen ganz unterschiedliche organisatorische und technische Maßnahmen in Frage. Wegen der größeren Akzeptanz sind immer noch Betriebsvereinbarungen, an denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mitwirken, empfehlenswert, wegen der verschärften Schutzpflichten werden aber weitreichende Rauchverbote öfter nötig und durchsetzbar. Wegen der schweren gesundheitlichen Folgen kommt auch im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements dem Thema größere Bedeutung zu, z. B. durch betriebsärztliche Beratung oder Angebot von Kursen für aussteigewillige Raucher. In Zusammenarbeit mit Krankenkassen oder örtlichen Bildungseinrichtungen können hier auch kleinere Betriebe ihren Beschäftigten nützliche Anregungen geben. 

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