Mentoring: Konzepte, Ziele ... / 3.1.1 Ablauf des Mentoring nach der klassischen Vorgehensweise

Der Ablauf des Mentoring nach der klassischen Vorgehensweise ist klar geregelt und beinhaltet die folgenden Schritte:

  1. Das Unternehmen benennt und kommuniziert die Programmziele und beauftragt einen internen oder externen Vermittler, um passende Mentoren und Mentees zu finden.
  2. Nach einer guten Vorauswahl lernen sich die Vermittler und die Kandidaten kennen und können sich gegenseitig einschätzen, so dass der Vermittler Mentor und Mentee zusammenbringen kann.
  3. Mentor und Mentee entscheiden, ob sie miteinander arbeiten möchten.
  4. Das Mentoring beginnt damit, dass das Konzept des Mentorings erläutert, Spielregeln (wie Vertraulichkeit, etc.) festgelegt und Vorschläge unterbreitet werden, wie die Beziehung gestaltet werden kann. Hierzu gehören insbesondere auch Erwartungen an den jeweils anderen, die über die vom Unternehmen kommunizierten Programmziele hinausgehen. Auch die Häufigkeit der Treffen und die anderweitigen Kommunikationsformen müssen festgelegt werden. Wichtig ist hierbei eine bestimmte Regelmäßigkeit, um gegenseitige Verpflichtungen einzugehen und so miteinander die Ziele erreichen zu können. Allerdings gibt es keine ideale Frequenz, dies ist sehr vom Tandem selbst und den Gegebenheiten abhängig.
  5. Neben der organisatorischen Klärung ist die inhaltliche Klärung wichtig: Was soll im Mentoring besprochen werden? Welches Wissen soll transferiert werden?

     
    Praxis-Tipp

    Sitzungen protokollieren

    In den verschiedenen Sitzungen sollten besprochene Inhalte und Ergebnisse zumindest stichpunktartig protokolliert und mit aktuellen Fragestellungen ergänzt werden. So erhält der Mentee durch den Mentor wichtige, schriftlich verfasste Tipps und Handlungsanweisungen zur erfolgreichen Bewältigung seiner umfangreichen Aufgaben.

  6. Sollte das Mentoring zeitlich begrenzt sein, sollte ein Abschluss mit finalem Treffen, Workshop und/oder Dokumentation stattfinden. Da nicht alle Mentoring-Programme zeitlich begrenzt sind, sondern zuweilen ein offenes Ende haben, empfehlen sich feste Zwischenergebnistermine, mittels derer Phasen abgeschlossen, Standpunkte definiert und Ziele neu justiert werden können, um den größtmöglichen Erfolg des Mentorings zu gewährleisten.

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